von Emma.on.tour » So, 24. Aug 2025, 14:26
Freitag, den 09.05.25
Im Hostel nutzte ich die Chance auf ein ordentliches Frühstück immer sehr ausgiebig, befüllte meine Flaschen mit Wasser, was auch meist den Tag über ausreichte. Meist unterhielt ich mich sehr gut mit anderen Gästen. Im Montana waren hauptsächlich junge Leute, sehr wenige in meinem Alter und wenn dann meist Ehepaare. Das hatte ich von Island ganz anders in Erinnerung, dort war es gut gemischt in allen Altersklassen. Hier wie dort konnte man sich prima mit allen Nationalitäten auf englisch unterhalten. Im Montana ging es dann schon so weit, dass ich mich mit Deutschen auf englisch unterhielt.
Nach dem Frühstück fuhr ich in die Stadt, kaufte mir am Busbahnhof ein Tagesticket für Senioren und das ist richtig günstig, 6 Euro, und man kann mit Bus, Bahn und Schiff so viel herumfahren wie man Zeit hat und lustig ist. Das ausgesuchte Schiff fuhr mir vor der Nase davon und ich nutzte die Zeit um in der Touri.Info gleich nebenan in der Markthalle am Strandkaiterminal das Ticket für die Bootfahrt nach Flam und die Zugfahrt nach Myrdal zu kaufen. Danach lief ich zum Hbf und kaufte das Ticket für Myrdal/Oslo. Jetzt war das schon mal erledigt.
Zurück am Kai nahm ich das Schiff nach Kleppesto. Es war eine kurze Fahrt und ich blieb sitzen und fuhr gleich wieder mit zurück. Der Hunger meldete sich und ich schaute mich im Fischmarkt und am Kai nach Fischbrötchen um und das günstigste was ich fand war eines für 13€, da vergeht einer sparsamen Schwäbin der Appetit; ich nahm es trotzdem. Es war lecker, sah nach mehr aus als dann wirklich drauf war. Ich hatte ja gehofft, dass es Mittagsangebote gäbe, aber leider war dem nicht so.
Danach nahm ich gleich das nächste Schiff, Destination Floro. Ich musste auf ca. halber Strecke aussteigen, weil ich sonst keines mehr zurück bekommen hätte. Ich wäre sehr gerne weiter mitgefahren, weil es eine tolle Fahrt war, sehr schnelles und bequemes Boot. Ich ging im Ort spazieren, weiss nicht mehr wie er hieß, war jedenfalls sehr klein, viele neue EF.häuser, kleiner Supermarkt und dort deckte ich mich mit Lebensmitteln ein. Am Anleger kam ich ins Gespräch mit einer Norwegerin, die Leute sind wirklich alle sehr freundlich und unterhalten sich gern, ich auch. 1 Stunde später fuhr ich mit dem letzten Schiff zurück nach Bergen. Ich hätte den ganzen Tag herumschippern können aber die Zeit ließ es nicht zu. Jedenfalls hat man vom Schiff aus mehr ‚Weitsicht‘, sieht soviel mehr Landschaft als vom Bus aus, einfach atemberaubend schön.
Am Nachmittag nahm ich dann den Bus nach Lonevag, landschaftlich hatte ich dass Gefühl ich befinde mich im Allgäu. Auch hier musste ich den nächsten Bus zurück nehmen, da sonst keiner mehr nach Bergen gefahren wäre. In Arne musste ich in den Zug umsteigen und ruckzuck war ich wieder in Bergen.
Zurück im Hostel begab ich mich in die Küche. 2 Franzosen aus Rouen kochten gerade Spaghetti und ich bat sie mir eine Handvoll mitzukochen, was sie dann auch taten. Ich mischte meine Spaghetti mit einer Käsesauce... sehr gewöhnungsbedürftig, war wohl eher ein Dip, aber der Hunger zwang es rein.
Am Abend wurde es noch richtig lustig. Auf eine Tischtennisplatte wurden Becher mit Wasser gestellt und man warf Pingpongbälle und wer zuerst alle Becher getroffen hatte war Sieger, jedenfalls sorgte es für sehr viel Heiterkeit. Wahrscheinlich kennt ihr das. Ich wollte es mit meinen Enkeln ausprobieren, bis dato nicht gemacht, wird aber nachgeholt.
Wenn ich so schreibe schwelge ich in Erinnerungen und muss oft schmunzeln.
Fortsetzung folgt