Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Übernachtungen, Sehenswürdigkeiten, Einfuhrbestimmungen, Geldverkehr, etc.

Re: Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Beitragvon Emma.on.tour » Di, 23. Sep 2025, 17:00

Andrea, dann hinterher.
Jedenfalls hat dir heute herrliches Wetter in Bergen.
Im Süden, Italien, Spanien steht meterhoch das Wasser in den Straßen.
Hier im Lkrs Augsburg hat es runtergekühlt auf 10° und es regnet.
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Re: Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Beitragvon Emma.on.tour » Sa, 18. Okt 2025, 22:41

Es geht weiter.

Sonntag, 11.05.25
Heute musste ich um 6.30 a.m. aufstehen um das Schiff nach Flam rechtzeitig zu erreichen.
Ich schrieb Estelle noch schnell eine kleine Nachricht, wollte sie nicht wecken da es bei ihr am Abend zuvor spät wurde.
Ich zog das Bett ab und bekam noch einen schnellen Kaffee an der Rezeption.
An der Bushaltestelle wartete schon ein älteres Ehepaar und wir kamen ins Gespräch. Ich erzählte ganz stolz, dass ich am Tag zuvor zum Ulriken gewandert bin und wie anstrengend das war, woraufhin die Ehefrau mir erzählte, dass ihr Mann fast täglich da hoch läuft. Ich war paff, denn…… ER ist 87 und sie 85 Jahre alt.

Am Strandkaiterminalen in Bergen ging ich gleich zum Schiff nach Flam. Es waren schon gut Leute da. Pünktlich um 8h ging es los. Es war wirklich eine tolle Fahrt und jeden Cent wert. Ich kam in den fast 5 Std. kaum zum sitzen, war auch die meiste Zeit an Bord zum fotografieren. Norwegen ist wahrlich sehenswert. Man braucht wirklich Zeit um die ganzen Eindrücke zu verarbeiten.
Ich weiß gar nicht ob man an viele der Orte überhaupt mit dem Auto hinkommt, denn auf weite Strecken konnte ich keine Straßen erkennen. Es gab sehr wenige Stopps und nur wenige Leute gingen von Bord. Einmal fuhr der Kapitän nah an einen Wasserfall heran um uns mehr Zeit für Fotos zu geben.

In Flam angekommen fand ich sehr schnell meine Unterkunft. Der Ort ist klein und überschaulich.
Ich hatte ein 6Bett-Zimmer für mich alleine. Eigentlich sollte es ein Einzelzimmer sein, was sicherlich um einiges gemütlicher gewesen wäre, aber was will man da diskutieren wenn sonst nichts mehr frei ist?! Da ich nur eine Mailzusage bekommen hatte, dachten sie vielleicht, dass ich evtl. gar nicht komme, keine Ahnung. Leicht angesäuert war ich schon.

Da ich noch den ganzen Nachmittag zur Verfügung hatte, Wetter top war, lief ich los zum Wasserfall. Wieder viele Stufen, aber das war ich nun schon gewöhnt und es war gut machbar. Ich machte noch einen kleinen Spaziergang im Ort und ruhte mich ein bisschen aus.
Am Abend ging ich auf ein Bierchen in das einzig geöffnete, aber sehr urige Lokal im Ort. Ein alkoholfreies Bier, 0.3l für 8.50€….. es blieb auch das einzige Bier für mich in der ganzen Zeit. Mit Umdrehung hätte es um die 16€ gekostet, an die Preise konnte ich mich überhaupt nicht gewöhnen.

Ich ging früh schlafen, allerdings war mir kalt und ich holte mir eine 2. Decke von einem anderen Bett und dann ging’s.


Fortsetzung folgt

Guido QQ – nachträglich nochmals ein ganz dickes Dankeschön an dich für deine ‚3 Löffelchen Senf‘, die Tipps mit dem Flam.Schiff und Flambahnen waren super.

buecherwurm - bist schon zurück von deiner Reise? Erzähl mal! Bist rauf auf den Preikestolen?
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Re: Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Beitragvon buecherwurm » Do, 23. Okt 2025, 20:18

Emma.on.tour hat geschrieben:buecherwurm - bist schon zurück von deiner Reise? Erzähl mal! Bist rauf auf den Preikestolen?

Sorry, das hab ich übersehen...
Ja, wir sind zurück - und wir waren nicht auf dem Preikestolen.
Allerdings am Lysefjord gegenüber auf dem Sollifjellet mit Blick zur Felskanzel. Völlig alleine - wahrscheinlich auch, weil der Wanderparkplatz gesperrt war. So mussten wir zusätzliche km und Höhenmeter zurücklegen (insgesamt 8,5 km und 380m hoch und runter) - aber es hat sich gelohnt :)
Allerdings hingen wir danach mit Knieproblemen etwas durch - so dass die nächsten Tage keine größeren Wanderungen mehr in Frage kamen...

LG Astrid

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Re: Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Beitragvon Emma.on.tour » Do, 23. Okt 2025, 20:49

Astrid- der Fjord und die Berge schauen in jedem Licht schön aus.
Ich musste 'ne Weile suchen bis ich das Plateau fand. Schon beeindruckend. Eure Wanderung auch!
Die Knieprobleme hatte ich danach auch.
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Re: Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Beitragvon Andrea.t77 » Di, 28. Okt 2025, 15:59

Liebe Emma,

vielen Dank für die Fortsetzung. Die Fahrt mit dem Boot von Bergen nach Flam klingt wirklich gut.

Meine Kinder haben am Sonntag festgestellt, dass wir nun seit - genau - zwei Jahren nicht mehr in Norwegen waren und doch mal wieder hin müssten... Recht haben sie :lol:

LG,
Andrea
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Re: Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Beitragvon Volker1967 » Do, 13. Nov 2025, 18:45

Hallo Emma, ich habe mal mitgelesen und wollte mal fragen was du für deine Reise ausgegeben hast und für wieviel Tage? Es liest ja wie eine Low Budget Reise.

Ich war im September 15 Tage dort. Flug von Stuttgart nach Oslo. Reise bis nach Bodo und Flug zurück nach Oslo. Fahrten mit Bus und Bahn und Fähren. Übernachtungen in Bergen, Geiranger, Trondheim, Bodo und Oslo. 4 Mittelklasse Hotels und ein gehobenes Hotel. Essen etwa 60 % in Restaurants bzw. im Hotel und 40 % Essen vom Supermarkt. Keine großen Extras außer ein Konzert in Bergen für 65 Euro. Bezahlt habe ich ziemlich genau 3000.- Euro
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Re: Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Beitragvon Volker1967 » Sa, 29. Nov 2025, 18:08

Ok schade, dass du es nicht preis geben willst. Hätte mich halt Interessiert im Vergleich zu meiner Reise.
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Re: Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Beitragvon Emma.on.tour » Mo, 01. Dez 2025, 10:53

Hallo Volker, ja es war definitiv Low Budget, aber hauptsächlich weil ich nicht zum Essen gegangen bin. Da ich fast alles mit Kreditkarte bezahlt habe, auch z.b.3 Bananen, könnte ich es schon zusammenrechnen.
Am teuersten waren die Übernachtungen und Fahrten.
Da ich nun auch nicht mehr die jüngste bin hatte ich tatsächlich großen Bammel vor der eigenen Courage. Mit dem jetzigen Wissen kann ich diese Art zu reisen nur weiterempfehlen, ob nun wegen dem Kick es selbst zu schaffen oder auch wegen der Kostenersparnis.
Ich hätte lieber in Hostels übernachtet als in Airbnb, hauptsächlich wegen der Unterhaltung und wegen der guten Tipps die man dort erhält.
Ich wäre ja vor Jahren auf Rucksack Tour in Island und fast nur in Hostels, das war gigantisch. Das sind wirklich Erinnerungen für kommende Jahre wenn man nicht mehr reisen kann.

Also, ich hatte 1.400€ auf meiner Kreditkarte und es war fast nichts mehr übrig davon, allerdings war da ja noch der Aufenthalt in Dänemark und Schweden dabei.
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Re: Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Beitragvon Volker1967 » Di, 09. Dez 2025, 22:14

Ok danke, dann war es etwas die Hälfte von mir. Hostels mit Schlafsaal oder ein Gemeinschaftsbad wären ein NoGo für mich. Kann sein das man in Hostels mehr Leute kennen lernt aber Privatspähre ist mir extrem wichtig.
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Re: Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Beitragvon Emma.on.tour » So, 11. Jan 2026, 13:43

Fortsetzung.....sorry hat leider etwas gedauert

Montag 12.5.25

Die Fahrt mit der ‚Flambahnen‘ war viel zu kurz, aber schön. Einmal hielt die Bahn kurz an, damit alle aussteigen konnten, um einen mächtigen Wasserfall zu fotografieren. Da er unter die Brücke der Bahn floss wurden wir alle gut mit der Gischt eingesprüht. Es war jedenfalls ein Erlebnis so nah am Fall zu stehen.
Im nachhinein dachte ich mir, dass ich die Strecke nach Myrdal auch gut zu Fuß hätte bewältigen können, aber sehr wahrscheinlich wäre es eine andere Strecke gewesen als die Zugstrecke mit den vielen kleinen Tunnels.

Wie gesagt, wir waren sehr bald in Myrdal, welches schneebedeckt war. Dort oben warteten einige junge Leute mit Skiausrüstung auf den Zug nach Oslo. Der Zug kam pünktlich und wir fuhren gefühlt sehr lange auf dem Berg entlang mit einer herrlichen Schneelandschaft, kleinen Seen und bei bestem Wetter. Die Skifahrer stiegen nach dem 2. Halt aus.
Es ging talwärts, Schnee wurde weniger und die Landschaft sattgrün, große Äacker und Wiesen, Farmen, große Seenlandschaften die von der Sonne und dem blau des Himmels herrlich glänzten.

So im Nachhinein würde ich zum reisen mit dem Zug raten, er fährt durch herrliche Landschaft und nicht auf der Autobahn dahin, jedenfalls genoß ich die Fahrt sehr, die ungefähr 5 Std. dauerte, Entfernung lt. Google 320 km.
In Oslo angekommen fragte ich mich zu meiner Unterkunft durch, die nur 5 Min. vom Bahnhof entfernt sein sollte. Es lag eher 5 Min. hinterm Busbahnhof. An der Adresse angekommen war mir nicht mehr ganz wohl, irgendwie hatte ich nicht das Gefühl in Oslo zu sein, nein eher in Klein Istanbul. Leute aller Nationen standen, saßen in Hauseingängen herum, die Gegend schmuddelig, mir war nicht wirklich wohl dabei. Ich war drauf und dran umzukehren und mir eine andere Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Aber erst wollte ich mir die Wohnung mal ansehen. Raffi öffnete mir die Tür, sah jetzt auch nicht gerade auf den ersten Moment vertrauenserweckend aus, behangen mit dicken Goldketten, aber sehr freundlich. Er zeigte mir die Wohnung, mein Zimmer, alles tiptop sauber, sehr feminin in der Ausstattung, erinnerte mich eher an einen Puff…...wobei ich keine Ahnung habe wie einer aussieht, sorry, TV halt.
Jedenfalls war Raffi ein guter Gastgeber, ich durfte mich aus seinen Schränken bedienen. Es gab Müsli, Tee, Kakao, Kaffee, sogar leckere Bonbons und Kekse. Er begleitete mich zu einem kleinen Markt um ein paar Ecken wo man für norwegische Begriffe sehr günstig einkaufen konnte. Ich besorgte mir gleich was fürs Abendessen, Käse, Avocados, Tomaten, Bananen und Brot, fand sogar alleine zurück zur Wohnung und hatte mich in der kurzen Zeit schon etwas aklimatisiert. In der Wohnung begegnete ich einem anderen Gast, einer Lettin. Auch sie hatte anfangs Probleme mit der Umgebung aber hatte sich schnell eingewöhnt.
Ich aß und trank schnell was und begab mich sofort auf den Weg zur Oper und fand diese sehr beeindruckend. Man kann quasi auf dem Dach herumlaufen. Ich ging auch in die Oper um mich zu informieren für eine Vorstellung am nächsten Tag, aber es gab leider keine. Es gab gerade eine Vorstellungspause von ‚Cosi fan tutte‘ und ich begegnete einer Frau mit der ich schon auf dem Schiff plauderte. Leider war die Zeit zu kurz für einen gemeinsamen Kaffee…..wie der Zufall doch spielt, gell.
Ich lief noch ein bisschen am Hafen entlang, schaute Schwimmern zu, die von einem Boot ins Wasser sprangen, bestimmt ein Verein….. und das Anfang Mai in Oslo, ich hatte echt ‚ne Gänsehaut.

Es ging wohl schon so auf die 22h zu, immer noch hell, und ich lief zur Wohnung zurück und diesmal machte es mir gar nichts aus. Der Hunger plagte mich und ich machte einen Abstecher zu einem Burgerlokal, wollte eigentlich nur einen Cheeseburger mitnehmen, aber sie hatten Angebote und so verputzte ich einen Riesenburger…...keinen Vergleich zu McDo, viel besser…...mit Pommes und einem Getränk für 7 Euro, da kann man nicht meckern.
Ich duschte und ging bald zu Bett.

Am nächsten Morgen wachte ich erst um 9 Uhr auf, hatte vergessen den Wecker zu stellen. Raffi hatte mir erlaubt meine Sachen im Zimmer zu lassen bis mein Bus um 17h nach Göteborg ging.
Ich machte mir einen Kaffee, aß eine Avocado und eine Banane und begab mich zum Busbahnhof, gleich mal checken wo der Bus am Nachmittag wegfahren würde. Ich besorgte mir einen Stadtplan, erkundigte mich wie ich zum Schloß und anderen Sehenswürdigkeiten komme und auf dem Weg dorthin stellte ich fest, dass man in Oslo im Bus oder Bahn nicht zahlen kann. Bis mir endlich ein Busfahrer sagte, dass ich in irgendeinem Kiosk Tickets kaufen kann war der Tag fast vorbei und bis dahin bin ich mit Genehmigung der jeweiligen Fahrer für lau gefahren. Echt großzügig, gäbe es bei uns nicht.

Zuerst bin ich mit dem Bus zum Ekkebergpark gefahren, von dort oben hatte man einen tollen Blick über Oslo, sah sogar in der Ferne den Holmenkollen, die Skischanze, fuhr dann zum Nationaltheater, lief zur Bibliothek, zum Schloß, sah mir alles an, lief km.weit zu Fuß. Zum Vigelandpark nahm ich die Tram, schaute mir die vielen Skulpturen an. Dann kaufte ich endlich mal ein Ticket an einem Kiosk und fuhr mit der U.Bahn zurück zum Busbahnhof und wurde prompt kontrolliert, Glück gehabt. Jedenfalls beobachtete ich die Kontrolleure und fand auch hier, dass sie ganz anders drauf waren als unsere, machten Witze, fragten wie’s einem geht, einfach liebenswürdig…...wahrscheinlich hätten sie mich nur milde verwarnt!
Nun war es an der Zeit meine Sachen zu holen. Ich lief noch schnell zu dem Gemüsemarkt und kaufte einige Avocados (superlecker) für meine Freundin ein und kam gerade rechtzeitig am Busbahnhof an, wo der Bus nach Göteborg schon wartete.
Um kurz nach halb Zehn abends kam ich in Göteborg an und bekam sofort Anschluss nach Mölndal, hüpfte in die Tram und wusste wieder mal nicht wie ich zahlen sollte. Ein Fahrgast erklärte es mir dann. Es ging ganz einfach, Visacard an Automat halten und gut wars. Meine Freundin Marie wartete schon auf mich und wir verbrachten einen gemütlichen Abend bei ihr zuhause.
Übrigens kenne ich Marie seit meiner AuPair.Zeit in England, mehr als ein halbes Jahrhundert!

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Re: Reise in den Süden Norwegens per Bus und Bahn

Beitragvon Gudrun » So, 11. Jan 2026, 16:00

Danke für die Fortsetzung Deines Reiseberichtes.

Grüße Gudrun
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