von Emma.on.tour » Sa, 02. Aug 2025, 13:06
Fortsetzung
Am Mittwoch, den 07.05.25 fuhr ich um kurz vor 10a.m. mit dem Flixbus nach Bergen. Der Bus war mässig belegt und ich wechselte öfter mal den Platz um bessere Fotos machen zu können, am Ende saß ich ganz vorne beim Busfahrer. Die Fahrt war herrlich, man sieht soviel schöne Landschaften, die Weite, die vielen Seen und Hügel, kleine Dörfer, alles so viel großflächiger als in meiner Heimat. Irgendwie auch kein Wunder, immerhin leben in D 230 Menschen auf 1qkm, in Norwegen nur 17. In Norwegen hat man den Eindruck jeder dort hat einen eigenen Zugang zum See, würde mir auch sehr gefallen, morgens 1x umfallen und schwimmen gehen.
Wir durchfuhren enorm viele Tunnels, einige davon wohl unter Fjorden. 2x fuhr der Bus auf eine Fähre und dann war es auch nicht mehr weit bis er kurz vor 15h am Busterminal in Bergen ankam. Wetter war super. Ich fand auch sehr schnell die richtige Haltestelle und genauso schnell kam der Bus 12 Nähe dem Hostel Montana an. Die sehr freundlichen Mitarbeiter teilten mir ein Viererzimmer zu, alles sehr sauber und trotz Enge gemütlich. Vom Fenster aus konnte ich den Berg ‚Ulriken‘ sehen. Ich begab mich sogleich auf die Terrasse von wo aus man einen fantastischen Blick runter auf Bergen hat. Nach und nach kamen meine Zimmerkolleginnen dazu, 1 Mädel aus London, indische Vorfahren, und 1 Mädel aus Paris, wir hatten die nächsten Tage viel Spaß zusammen.
Ich hatte mich schon vorab für eine Sonnenuntergang-Wanderung am Abend zum ‚Floyen‘ angemeldet. Es kam eine kleine Gruppe zusammen, ca 15 junge Leute, und wir fuhren mit dem Bus in die Altstadt und liefen von dort aus zum Floyen hoch. Die sind da hochgespurtet als ob sie einen Wettbewerb gewinnen wollten, ich hatte alle Mühe mitzuhalten. Total ausser Puste kam ich oben an und wurde mit einer herrlichen Aussicht auf Bergen, das Meer und seine Umgebung belohnt. Der Sonnenuntergang war dann nicht so spektakulär weil sich Wolken davor schoben, trotzdem war es schön. Der Rückweg war fast Erholung, einige blieben in der Stadt, die meisten machten sich mit dem Bus auf zum Hostel, war immerhin fast Mitternacht.
Am nächsten Morgen, Donnerstag, der 8.5. gönnte ich mir erstmal ein ausgiebiges Frühstück, füllte meine Trinkflasche mit Wasser und schloß mich der Wandergruppe zum Ulriken an. Um halb elf brachen wir auf, nahmen den Bus in die Stadt zu einem seitlichen Anstieg. Von Wanderwegen konnte man wirklich nicht sprechen, eher ein Trampelpfad über kleinere und größere Felsen, ich bedauerte sehr sehr schnell mitgegangen zu sein, da war ja Preikestolen ein Spaziergang. Ich hatte wirklich Sorge, dass ich umknicke, falle, sonstwas. Die Aussicht auf Bergen und drumherum war dann wieder grandios. An einer Weggabelung konnte man sich entscheiden ob man bis zum Gipfel des Ulriken weitergehen wollte oder zum Hostel. Ihr könnt euch sicher denken was ich gewählt habe, natürlich das Hostel. Ich war so froh heil am Hostel angekommen zu sein, dass ich den Nachmittag auf der Terrasse verbrachte, Handwäsche erledigte und mit meiner Familie simselte. Abends kam im TV die Papstwahl. Im Salon lag ein großes Puzzle aus und jeder konnte sich daran versuchen. Ich fühlte mich sehr wohl in dem Hostel und kann es bestens weiterempfehlen, 10 Punkte.
Fortsetzung folgt