Schadenbilanz.

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Schadenbilanz.

Beitragvon geir » Fr, 07. Nov 2003, 21:45

So ist der Orkan vorbei, und man kann mit dem Aufraeumungsarbeiten anfangen. Gestern Abend und heute Nacht wurden weit ueber Orkanstaerke gemessen, und aus irgendwelchen Grund wurde das Innland mehr getroffen als Lofoten und Vesterålen. In Narvik worde das grosse Friedendenkmal umgekippt, am Stormarknes bekam Hurtigrutens Hus Schaeden, Daecher wurden abgerissen, Wohnwagen zertruemmert. Die Hurtigrute konnte weder Svolvær noch Stamsund anlaufen. Und es sit schoen warm, heute Nacht war es noch 16 Grad, heute rund um acht. Es ist ja fuer Lofoten unglaublich. Vielleicht hat Karoline auch was spannendes erlebt?
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Re: Schadenbilanz.

Beitragvon Christoph » Sa, 08. Nov 2003, 16:39

...das Denkmal liegt gefällt im Park, deftig verbeult. Hier der Bericht dazu:

http://www.fremover.no/lokale_nyheter/article790170.ece

Es war übrigens auch in Narvik mit über 15 Grad der wärmste 6.November seit Wetteraufzeichnung.

Allen ein schönes WE... wünscht der
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Re: Schadenbilanz.

Beitragvon Mario » So, 09. Nov 2003, 23:48

Hi Geir!

geir hat geschrieben:Die Hurtigrute konnte weder Svolvær noch Stamsund anlaufen.


Nachdem du deine sieben Sachen wieder eingesammelt hast :wink: mal ne Frage:

Es ist ja nun nicht das erste Mal, daß die Hurtigruten sowohl Stamsund als auch Svolvaer nicht anlaufen konnten/wollten. Wieso ist dies dann in Stokmarknes möglich, welchen Weg nehmen die Schiff dahin (muss ja ziemlich weit an der regulären Route vorbeigehen um das Schlechtwettergebiet zu umfahren und wie kommen die Passagiere und die Fracht aus Stamsund und Svolvaer zum Schiff bzw. zu den Orten? Müssen die Passagiere diese Beförderung selber organisieren?

Viele Grüße, Mario
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Re: Schadenbilanz.

Beitragvon geir » Mo, 10. Nov 2003, 0:24

Da hast du natuerlich recht, das war nicht das erste Mal. Stokmarknes ist wettermaessig nicht so problematisch wie Stamsund und Svolvær, weil es hat keinn offenes Meer vor. Also viel mehr geschuetzt. An solchen Tagen gehen die Hurtigrute direkt von Bodø ueber den Vestfjord, durch Raftsund nach Stokmarknes. Die Passagiere steigen da aus und werden mit Busse nach Lofoten gebracht. Das soll von Reederei organiziert werden, diesmal klappte es nicht, weil das Wetter so schlecht war, dass auch die Faehren Melbu -Fiskebøl und Lødingen-Bognes eingestellt waren. Also mussten sie auf Hadseløya uebernachten.
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Re: Schadenbilanz.

Beitragvon geir » Mo, 10. Nov 2003, 0:27

Vielleicht noch was, falls du es findet es waeren zu veinige Schaeden. Es war nach so ein Unwetter erstaunlich wenig passiert, vor acht Jahren sah ja Lofoten wie ein Truemmerfeld aus. Diesmal hatten wir Glueck.
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Re: Schadenbilanz.

Beitragvon Mario » Mo, 10. Nov 2003, 12:27

Hi Geir!

geir hat geschrieben:Stokmarknes ist wettermaessig nicht so problematisch wie Stamsund und Svolvær, weil es hat keinn offenes Meer vor. Also viel mehr geschuetzt. An solchen Tagen gehen die Hurtigrute direkt von Bodø ueber den Vestfjord, durch Raftsund nach Stokmarknes.


Genau das ist es was ich nicht verstehe. Die Schiffe laufen die Häfen von Stokmarknes und Svolvaer wegen des Sturmes nicht an, fahren aber durch den offenen Vestfjord - bekommen so die volle Stärke des Sturmes zu spüren - und biegen dann kurz vor Svolvaer in den geschützten Raftsund ab. Mir ist unklar was das Problem beim Einlaufen in Svolvaer sein soll, wenn vorher der "Kampf" gegen die Natur auf dem offenen Vestfjord gewonnen wurde.

Der Hafen Svolvaer sollte wegen seiner recht langen Mole doch auch einigermaßen geschützt sein, um eine gefahrlose Be- und Entladung zu gewährleisten.

Viele Grüße, Mario
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Re: Schadenbilanz.

Beitragvon sgm » Mo, 10. Nov 2003, 14:13

Mario hat geschrieben:Der Hafen Svolvaer sollte wegen seiner recht langen Mole doch auch einigermaßen geschützt sein, um eine gefahrlose Be- und Entladung zu gewährleisten.

Das mag ja sein, du musst aber auch erstmal in den Hafen reinkommen und das kann bei Sturm das schwierigere Manöver sein!
Gruss Stefan G. 8)
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Re: Schadenbilanz.

Beitragvon Christoph » Mo, 10. Nov 2003, 19:01

Hallo Mario...

das lernst Du übrigens schon bei jedem Bootsführerscheinkurs..., bei Sturm bloß auf dem Meer bleiben und nicht versuchen, einen Hafen anzulaufen.
Wir haben mal erlebt, wie die Christian IV bei Sturm versucht hat, in den Hafen von Hirtshals zu kommen..., ich kann Dir sagen..., spannend wie ein Tatort!

Grüßlis aus dem Norden, wo die Fjorde heute popoglatt daliegen, sodaß wir sogar Orcas beobachten konnten...

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Re: Schadenbilanz.

Beitragvon Michael H. » Mo, 10. Nov 2003, 21:25

Hei Mario,
das habe ich nicht nur im letzten Sommer auf einem Segeltörn rund um Lofoten (bei der Sicherheitseinweisung) gehört: "Der größte Feind des Seemanns ist die Küste" und "die meisten Unfälle passieren an Land bzw. im Hafen". Mit der letzten Bemerkung meinte unser Skipper wohl primär den Blutalkohol, denn leider auch im Hafen von Svolvær gab es in diesem Jahr einen Todesfall.
Was die Hurtigruten-Steuerleute den Sommer über im Trollfjord vorführen, ist schon eindrucksvoll, Respekt. Aber so einen dicken Pott bei Sturm und Seegang ordentlich in die Hafeneinfahrt reinzubringen, das scheint ein ganz anderes Risiko zu sein.
Michael
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Re: Schadenbilanz.

Beitragvon Mario » Mo, 10. Nov 2003, 22:37

Hi an alle!

So langsam glaube ich es wirklich, das bei einem Sturm das Ansteuern eines Hafens eine nahezu unmögliche Aufgabe ist.

Ich wußte nicht das dies so problembehaftet ist, auch deshalb nicht, weil ich wegen sehr großräumiger Betonnung auf dem Webcambild des Hafens Svolvaer von einem breiten und tiefen Fahrwasser ausging.

Nichts für ungut und viele Grüße
Mario
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