nochmals vielen Dank für die ganzen Tipps.
Wir hatten tolle 10 Tage auch wenn es ein wenig mehr Fahrerei als geplant war.
In Kristiansand angekommen einfach mal an der Küste entlang zufällig in Trysnes Brygge
https://trysnesbrygge.no/de/home-de/ gelandet und gleich in die Location verliebt (tolles Wetter, nette Leute, leckeres Essen, nette Hütten und Bootsverleih).





Da wir aber für den Tag drauf schon eine Hütte gemietet hatten, konnten wir nicht bleiben (mind. 2 Nächte) und sind bis Tregde Ferie
https://tregdeferie.no/ weitergefahren. Was auffällig war, dass es hier deutlich weniger Angebote an Hütten usw. gibt. Wir haben dann das letzte Appartement gemietet (für 6 Pers, 1 Nacht 3.200 NOK

) aber mit ein wenig Charme auf erträgliche 2.200 NOK verhandelt.
Belohnt wurden wir mit einem abgeranzten Appartement aber einer tollen Location und gutem Essen in netter Umgebung.





Am nächsten Tag ging es zunächst zum Restaurant Under
https://under.no/Leider haben wir trotz Warteliste (immerhin Platz 119 für den Abend) keinen Tisch bekommen


dann weiter nach Lindesnes






einen kleinen Hafen unterwegs gefunden

und für 2 Tage zur Hütte
https://www.airbnb.com/l/nDgd4CXf mit gigantischem Ausblick in der Nähe von Spangereid.



dort auf selbstgemachtes Sashimi und Tataki gefreut

gesund ging auch

Da der Wetterbericht für die Gegend schlechter wurde, sind wir dann an der Küste bis nach Stavanger bzw. nach Tau/Strand gefahren. Wieder ein Airbnb (
https://www.airbnb.com/l/7ltYfeGi), wieder phantastische Aussicht, wieder ein herrlicher Abend.

Die (Küsten)route war allerdings maximal nett, aber nicht wirklich überwältigend. Da kenne ich besseres in Norwegen.


Den Plan am Tag drauf auf den Preikestolen zu wandern haben wir wegen schlechter Wettervorhersage geändert und sind dann die etwas längere Route bis nach Hellesøy angetreten (Wetter war gut gemeldet).
Die Unterkunft (Rorbuer über Airbnb
https://www.airbnb.de/rooms/43706322 ) war leider nicht so prickelnd (gefakte Bilder, übler Zustand, dreckig), aber die Gegend entschädigt.





In den geplanten 3 Tagen dort haben wir dann die Perle Nautnes Fiskevær
https://nautnes.com/ gefunden. Super nett, wunderbare Unterkünfte, eine "Beach Bar", da fahren wir auf jeden Fall nochmal hin.

Da der Preikestolen immer noch auf der Liste stand sind wir dann einen Tag früher abgereist und über Bergen, E16, RV13 nach Odda. Bei Håra auf den FV520 (eine wunderbare kleine Bergstrecke) und FV517 zurück auf den RV13. Die Fähre von Nesvik nach Hjelmelandsvågen und weiter nach Strand. Wieder ein Airbnb
https://www.airbnb.com/l/c0N1Fij4 mit gigantischer Lage. Wieder alles toll.


Der Plan war, dass wir sehr früh am nächsten Tag aufstehen, um früh auf den Preikestolen zu wandern.
Nun ja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wir haben halbwegs verschlafen

und dann beschlossen in Ruhe zu frühstücken, das schöne Fleckchen Erde noch zu genießen und direkt zur gebuchten Fähre nach Florsand zu fahren.





Im Nachhinein war das goldrichtig, da an dem Tag gegen 10:00 Uhr sich ein Mensch durch eine Sprung von der Kanzel das Leben genommen hat.

Die Polizei hatte die Kanzel gesperrt und wir wären wohl zur Befragung oben geblieben. Wir sind dann mit dem Schiff am Preikestolen vorbeigefahren als der SAR-Hubschrauber gerade die Überreste im Berghang gesucht hat.

So konnten wir dann die Fahrt von Lysebotn die 27 Spitzkehren den Berg hoch fortsetzen, durch den Tunnel

durch eine atemberaubend Landschaft fahren.



bis wir in Rysstad im Sølvgarden Hotell angekommen sind. Auch eher nicht unbedingt zu empfehlen, aber eine Nacht geht. Die Webseite ist hübsch und gut gemacht und weckt Erwartungen, die aber leider Service und Qualität des Essens nicht erfüllen können. Ein Einzelzimmer als Doppelzimmer durch ein Zustellbett, das nur kindertauglich war, zu verkaufen, ist auch nicht die feine Art.



Der kleine See neben dem Hotel



Aber da wir ja so von Trysnes begeistert waren, sind wir am nächsten Tag gemütlich bis Trysnes über kleinste Straßen gefahren. Trotz Wiederholung wurden die Erwartungen übertroffen, am Samstag dann noch ein Boot gemietet und die Schären "komplett" abgefahren, viele kleine süße Buchten entdeckt und einfach den Tag auf dem Wasser genossen.








Am Sonntag ging es dann früh nach Kristiansand auf die Fähre und von Hirtshals 950 km nach Hause.
Fazit: Der Südwesten ist schön (insbesondere bis Lindesnes), der Rest ist nett. Da bin ich zu sehr von Trondheim und nördlich verwöhnt. Vor allem die Küstenroute nach Stavanger bzw. Bergen ist eher mau. Aber im Innland wird man dann wieder entschädigt. Die vielen Wasserfälle haben wir von der Straße gesehen, die Touristenmengen haben uns aber vom Stopp abgehalten. Das hatte teilweise schon Geiranger-Format.
3.500km in 11 Tagen mag auch nicht jeder, aber wir haben Spaß am offen fahren, Landschaft schauen und spontan unterwegs zu sein.