Hallo zusammen,
dieser Beitrag basiert auf diesem älteren Thread von mir (viewtopic.php?f=3&t=33966). Der ist mittlerweile jedoch so alt, dass weder Titel noch Inhalt die aktuelle Situation wiedergeben und ich daher ein neues Thema eröffne.
Unser Steckbrief
Ich - 41 Jahre alt, LKW-Fahrer (Fernverkehr) seit Anfang 2025
CE, YSK, ADR, ADR-Tank, Stapler- & Kranschein
Erfahrung auf allen gängigen Fahrzeugkombis (BDF-Drehschemel, Tandem, Curtainsider-Auflieger, Sattelkipper)
Großes Interesse an Spezial/Maschinentransport aber offen für Vieles
Meine Lebensgefährtin - 35 Jahre alt, studierte Bauingenieurin (seit 2 Jahren im Beruf),
nebenbei tätig in der Gastronomie,
Erfahrungen im Einzelhandel und Rezeption/Verwaltung
Der Plan
Ich werde zusammen mit meiner Lebensgefährtin dieses Jahr nach Norwegen auswandern und dort Arbeit suchen.
Wir waren erst jetzt noch mal drei Wochen oben und haben uns als Startpunkt für die Großregion um Ålesund entschieden. Wir kündigen jetzt kurzfristig unsere Jobs und werden dann mit einem Wohnwagen (als "vorerst-Wohnung") im Juni/Juli hoch fahren, um Jobs zu finden - finanziert aus Ersparnissen. In Deutschland behalten wir unsere Wohnung vorerst noch, um uns die Möglichkeit einer bezahlbaren Rückkehr zu ermöglichen (günstige Miete), sollte die Jobsuche langfristig erfolglos verlaufen.
Durch die Doppelbelastung (Miete in D, Lebenshaltungskosten, Krankenversicherung etc.) und ohne Einkommen ist das zwar dann alles ein ordentlicher Happen, müsste aber für einen gewissen Zeitraum stemmbar sein.
Das Henne-Ei-Problem
Ich war während unseres Urlaubs jetzt auch schon mal bei drei Speditionen mich persönlich vorstellen. Einer hatte kein Interesse, die anderen zwei hatten zwar aktuell nichts, ich sollte aber meinen CV da lassen. In beiden Fällen wurde ich sofort gefragt "Wohnst du hier?" Das hat uns in dem Entschluss bestätigt, dass einen Jobsuche nur vor Ort wirklich sinnvoll ist, da die Antwort "nein, aber wir planen ab..." nicht gerade von Euphorie seitens des potentiellen Arbeitgebers gesegnet war.
Bleibt die Frage: reicht die Aussage "noch nicht, aber ich bin jetzt für sechs Monate hier vor Ort (Wohnwagen)" oder wie kommt man an eine Meldeadresse? Bezahlbare Mietwohnungen sind schließlich so gut wie nicht verfügbar - weswegen wir uns ja für die Variante mit dem Wohnwagen entschieden haben. Ein Campingplatz wird kaum reichen (und ist auf die Dauer extrem teuer) und Freunde oder Connections haben wir da oben leider keine.
Also: kein Job ohne Adresse - keine Adresse ohne Job?
Tipps, Ideen oder Vorschläge zu dieser Problematik?
Jobs und Kontakte um Ålesund?
Falls hier Leute aus der norwegischen Logistikbranche (besonders aus dem Raum Ålesund +2h Fahrzeit) sind, würde ich mich sehr über Kontakte, Tipps oder Angebote freuen. Die gängigen Jobbörsen wie finn.no und nav halte ich natürlich seit langem im Auge. Im Nav in Ålesund wurde uns übrigens gesagt, dass wir in den ersten sechs Monaten jobsuchetechnisch auf uns gestellt wären und erst dann - wenn wir bis dahin keinen Erfolg gehabt hätten und trotzdem im Land bleiben möchten - auf deren Hilfe bauen können. So ganz verstanden haben wir das zwar nicht, weil im Internet dazu durchaus andere Aussagen kursieren, aber mehr war da nicht herauszubekommen.
Den roten Teppich
... erwarten wir natürlich keinesfalls, aber wir sind für jeden Tipp, jede Idee oder Hilfe dankbar. Der Zeitrahmen steht aus persönlichen Gründen fest und so wird der Sprung ins kalte Wasser 2026 stattfinden - auch wenn da garantiert noch vieles um die Ecke kommt, mit dem man nicht gerechnet hat.
Fragt gerne nach, wenn etwas unklar ist oder ich etwas ausgelassen habe.
Vielen Dank für Eure Beteiligung!


