In D sind die Löhne immer mehr im freien Fall. Ob Dienstleistungsbranche wie Friseure, Reinigungs- oder Bewachungsgewerbe, aber auch Landwirtschaft/Gartenbau usw. - teils sind im Osten die Tarif(!)löhne auf 2,80 EUR/h gerutscht. Vernünftige Mindestlöhne wie in F, GB, Benelux (je um/über 8 EUR/h) sind in D nicht zu erwarten, selbst wenn der Wirtschaftsweise Prof. Bofinger auch nur 4,50 EUR empfiehlt, wird schon das als Untergang der dt. Wirtschaft mit Millionen neuen Arbeitslosen wegphantasiert.
Vor diesem Hintergrund ist ein Auswandern aus ökonomischer Sicht nach Norwegen natürlich interessant: Viel weniger als 100 NOK Stundenlohn gibt es dort eher selten. Allerdings sollte man aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten und Steuern (damit meine ich nicht nur die Lohnsteuern!!) von 50% brutto mehr als in D ausgehen, damit die Kasse dauerhaft stimmt. Ausnahmen: Bei sehr kinderreichen Familien mit Alleinverdienern darf es noch etwas mehr mehr sein. Und nehmt als Umrechnungsfaktor nicht 1:8, sondern eher 1:8,2-8,3 (langfristiger Durchschnitt EUR:NOK).
Als Vorbereitung Sprachkurs-CD kaufen, intensives >Selbststudium, ggf. ergänzt durch norweg. Internetradio, Internet-TV. Beim Arbeitsamt auf Mobilitätshilfen achten: Bis 6 Monate sind 260 EUR mtl. als Trennungshilfe drin (wenn die family vorerst zuhause bleibt), ferner werden Anreisekosten und Umzugskosten erstattet. Sind aber alles KANN-Leistungen - der Arbeitsagenturmitarbeiter muss euch aber ausführlich begründen, warum er/sie just euch diese Förderung verweigern will. Ggf. hilft da ein Anwalt auf die Sprünge, denn die Realität ist brutal: eingesparte Fördermittel scheinen die Beförderungschancen der AA-Mitarbeiter zu steigern, hat man manchmal den Eindruck. Mit Anwalt sprudeln dann plötzlich die Geldquellen und man bekommt sogar die Umrüstung des dt. E-Herdes für den norweg. Anschluss bezahlt... (ein mir bekannter Fall, ich De... hab leider dem norweg. Elektiker 80 EUR Stundenlohn und seinem Lehrling 50 EUR/h selber dafür bezahlt...)
Gruesse und lykke til an alle,
Uwe





Die arbeitslos gewordenen Beschäftigten sind verständlicher Weise anschließend alle aus der Gewerkschaft ausgetreten.