Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Ingo Martin » So, 05. Jun 2022, 17:11

Montag, 11. Juli 2016, 09:00 Uhr, 15 Grad, bedeckt, Ausflug nach Mandal

Wir haben eine regnerische Nacht hinter uns, es hat immer wieder kräftig aufs Dach geprasselt.
Der Verkehrslärm auf der nahen 455 war unnatürlich laut und intensiv. Grund war, die E 39 von Kristiansand nach Stavanger/Bergen war durch einen Verkehrsunfall gesperrt, der Verkehr wurde auf die kleine 455 umgeleitet, die am CP vorbeiführt.

Nachdem es zu regnen aufgehört hat, bin ich zum duschen gegangen, habe mir ein neues Outfit angezogen. Das Fisch-Gwand wurde in den Wäschesack verbannt.
Wir frühstücken draußen, ein bis zwei Sonnenstrahlen schafften es bis zum Frühstückstisch, mehr war nicht drin. Anschließend fuhren wir mit dem Auto zum KIWI nach Mandal zum einkaufen, später gingen wir in Mandal shoppen.

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Vier neue Blinker wurden gekauft um die vorhergegangenen Verluste wieder auszugleichen.
Makrelen sind nicht umsonst, sie kosten Blinker. Die neuen Blinker wurden anschließend am Mandal-Fluß mit Erfolg ausprobiert.
Die gefangenen Makrelen habe ich verschenkt, unser Gefrierfach ist voll.

Beim zurückfahren zum CP habe ich voll getankt, das reicht jetzt bis Oslo.
Es hat geschüttet was runter ging und hörte die letzte Stunde nicht auf.
Deshalb werden heute keine Makrelen gegrillt, es gibt Spaghetti Carbonara und Salat.

Weil es so regnet, stehen die Räder immer noch nicht auf dem Dach, ich werde eine Regenpause abwarten müssen. Und wie wir die nasse Markise zusammenrollen, ist noch ein Rätsel. Kommt Zeit – kommt Sonnenschein. Vielleicht.

Morgen geht die Reise nach Risör weiter, es regnet immer wieder, der kleine Heizlüfter läuft und macht unser Dasein erträglich. Bei schönem Wetter draußen zu sitzen und den Sonnenuntergang genießen wäre aber noch viel schöner.
Ingo Martin
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Ingo Martin » So, 05. Jun 2022, 19:34

Dienstag, 12. Juli 2016, 08:30 Uhr, 15 Grad, bedeckt, kein Regen, Fahrt von Mandal nach Risör, 158 Kilometer gefahren

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Mit dem heutigen Tag sind wir 2 Monate auf Achse, wie schnell die Zeit vergeht.
Noch vor dem frühstücken rollen wir die Markise zusammen und holen den SAT-Dom vom Dach, weil es nicht regnet. Aber wir frühstücken drinnen.
Es ist Aufbruchsstimmung, 4 Nächte waren wir in Mandal und Umgebung. Bis auf die Sanitäranlagen und die schwache Internetanbindung am CP ein schöner Aufenthalt. Wir werden heute etwa 150 Kilometer nord-östlich auf der E 39 fahren, ab Kristiansand auf der E 18.
Schöner wären sicher die kleineren Küstensträßchen, aber das geht halt mit dem Gespann nicht so gut.

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Den Weg bis kurz vor Kristiansand kannten wir schon, bei der Durchfahrt von Kristiansand schauten wir in den Hafen, sahen das Color Line Terminal nach Dänemark und kurz darauf das Yess Hotel, in dem wir schon mal übernachteten.

Ist viel los in der Stadt und auf den Straßen rund Kristiansand. Dann plötzlich Stau auf der E 18, stockend geht es vorwärts. Auf der Überholspur geht es etwas schneller vorwärts, also wechsle ich die Spur und fahre an den rechts stehenden Autos langsam vorbei. Hunderte von Autos wollten die Ausfahrt Kristiansand Ost nehmen, weil dort Norwegens einziger Tierpark und darüber hinaus ein riesiger Freizeitpark angesiedelt ist. Es standen auch auf der anderen Straßenseite Autos auf der E 18 und den Park zu besuchen. Ferien in Norwegen!

Langsam kam die Sonne heraus, das Thermometer steigt auf 18 Grad. Wir kommen gut voran, fahren bei Akland von der E 18 auf die 416, schauen uns den CP Moen 10 Kilometer nach der Abfahrt an. Viele fest stehende Wohnwagen, kein schöner Fjord-Blick, nichts für uns. Also zum ursprünglichen Ziel, dem CP Sorlandet Feriesenter in Sandnes weiterfahren. Zuerst auf der 416, dann auf der 411, dann auf einer befahrenen, engen Straße, die nicht mehr im Navi angezeigt wird, zum CP. Wir kommen um 12:30 Uhr an, beziehen den Platz 201 mit Blick auf den Sandnesfjord.

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Der Platz ist ein Feriencenter.
Am Nachmittag fand vor dem CP ein Crosslauf statt, Kinder, Jugendliche und Erwachsene starteten und wurden mit Heia Heia ermuntert, alles zu geben. Wir klatschten nach Isländer-Art mit.

Kurz darauf erlebten wir unser erstes Gewitter in Norwegen, mit Blitz und Donner in nächster Nähe. Erst knistern, dann grelles Licht und Wummsdibrummm.

Gerti hätte es bald aus dem Bett geworfen, ich saß unter der Markise und habe den Einschlag hautnah mitbekommen.

Aber das Unwetter hat sich bald verzogen und die Sonne kam wieder zum Vorschein. Wir sind zwischenzeitlich hart im nehmen. Gerti hat sich renoviert und die Haare gewaschen.
Wir haben uns auch für den morgigen Besuch von Risör und später Oslo eingelesen, damit wir wissen, worauf wir uns freuen können. Immer wieder kommen neue Camper und suchen sich einen Aufstellplatz, schön anzusehen, wie gut oder schlecht sie sich dabei stellen.
Zum Abendessen gab es bei Sonnenschein Makrelen vom Grill mit Kartoffeln, es folgten Lesestunden.

Mittwoch, 13. Juli 2016, 10:00 Uhr, 20 Grad, leicht bewölkt, Ausflug nach Risör, 38 Kilometer gefahren

Der CP war ab 23:00 Uhr ruhig, die vielen Kinder groß und klein haben sich beruhigt, vielleicht wurden sie im einen oder anderen Fall auch geknebelt.
Gut so. Wir haben lange gelesen.

In der Frühe habe ich die schönen Sanitäranlagen besucht und 20 NOK Duschgebühr dafür bezahlt. Wir frühstücken draußen, die Luft ist dampfig, viele Camper fahren schon wieder ab.
Wir setzen uns nach dem Frühstück

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ins Auto und fahren nach Risör am Ende des Sorfjorden. Wir parken außerhalb und ohne saftige Parkgebühr und wandern bei Sonnenschein rund um den Hafen.

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Viele Segelschiffe und Motoryachten liegen im Hafen, es herrscht ein Kommen und Gehen, Motoryachten liegen im Dreier-Päckchen nebeneinander.
Wir schauen im Fischgeschäft vorbei, was es in den Auslagen gibt, was gefangen und verkauft wird. Im Fischeihafen lagen kleine und größere Boote, die „Kapitäne“ waren mit Wartungsarbeiten beschäftigt.

Die Liegeplätze im Gästehafen waren sehr begehrt, einige Motoryachten lagen auf Reede und warteten darauf, einen Liegeplatz zugewiesen zu bekommen. Wir sahen ihnen beim Anlegen auf engstem Raum zu, mit Bugstrahlruder und viel Können schafften es die Kapitäne ganz cool. Auch die Frauen als Fender-Matrosinnen machten ihren Part ganz gut.

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Wir haben einen schönen, entspannten Halbtag in Risör verlebt, im Norden bildeten sich wieder riesige Kumuluswolkentürme, die danach von dunkelgrauen Wolken verdrängt wurden.
Kaum sind wir am CP zurück, regnete es ab. Jetzt um 18:00 Uhr hat der Regen aufgehört, Gerti hat den Grill aufgestellt, wir werden zum Abendessen Kotelett und Kartoffeln grillen.

Der CP füllt sich wieder mit Neuankömmlingen, meist Norwegern, viele mit Kindern, es sind ja Ferien.
Wir werden Morgen nach Oslo weiterfahren, am CP in Bogstad (gleich bei den Holmenkollen-Schanzen) Quartier nehmen und Oslo ein paar Tage ansehen.
Ich werde heute noch versuchen, die Reiseberichte der vergangenen Tage mit Bildern zu vermailen, eine WIFI-Freistunde soll es geben, mal sehen, ob es auch klappt.
Ingo Martin
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Ingo Martin » So, 05. Jun 2022, 20:03

Donnerstag, 14. Juli 2016, 08:00 Uhr, bewölkt, Fahrt von Sandnes/Risör nach Bogstad/Oslo, 240 Kilometer gefahren

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Wir verlebten eine trockene Nacht und einen ruhigen Morgen. Vor den Sanitärräumen staute es sich, jeder wollte mal. Was immer auch. Weil wir gestern bereits Tisch und Stühle im Wohnwagen verstaut haben, frühstückten wir drinnen.

Wie immer klappte das Abfahrtritual bestens, wir haben uns bereits um 09:30 Uhr auf den Weg gemacht, sind die kleinen Sträßchen 411 und 416 bis zur E 18 ohne Probleme gefahren. Bis Oslo wurden noch 217 Kilometer angezeigt. Unterwegs sahen wir Graureiher, Elstern, Schwalben und Möwen. Die Gegend wurde auch landwirtschaftlich bewirtschaftet, wir sahen nach längerer Zeit bei Larvik wieder Getreideanbau. Kartoffeläcker standen in Blüte.

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Die E 18 ist mit vielen Blitzampeln ausgestattet, die Geschwindigkeit je nach Straßenqualität variierte zwischen 60 und 110 Kilometern/h. Kein Autofahrer überschreitet die vorgegebene Geschwindigkeit, es drohen drastische Strafen. Wir Gespannfahrer dürfen max. 80 km/h fahren, ich habe mich daran gehalten, die LKW haben mich überholt. Sei’s drum. Wir zählten auf der heutigen Fahrt bestimmt 15 Tesla-E-Autos, auch einen E-BMW und einen E-Citroen. Die Norweger sind mit E-Cars hier weiter, als die Deutschen.

Auf der heutigen Strecke wurde in der Vergangenheit viel gebaut, entsprechend oft wurden wir bzw. dass Kennzeichen gescannt und zur Finanzierung herangezogen. Unterwegs hatten wir einen Regenschauer zu überstehen, sonst war das Wetter leicht bewölkt bei 20 Grad. Bei Drammen, also kurz vor Oslo sahen wir den ersten Bussard in Norwegen. Gemüsefelder lagen links und rechts der Autobahn bei der Einfahrt nach Oslo.

Die Anzahl und die Höhe der Häuser haben weiter zugenommen, der Verkehr pulste, als wir Oslo erreichten. Ungläubig hielten wir vor einer Verkehrsampel. Wir haben wochenlang keine Ampel mehr gesehen.

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Die Anfahrt zum CP Bogstad war gut beschildert, er liegt in der Nähe zur Holmenkollen-Skianlage, vom CP aus sehen wir das obere Ende der Sprungschanze.
Wir checken ein, fahren auf den Stellplatz 228 und versinken fast im tiefen Gras, hier hat es vor kurzem stark geregnet. Der Galaxy hat sich fast eingegraben, sah aus, wie Sau.

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Bogstad ist ein Stadt-Campingplatz, viel Internationales Volk campt hier, auch Landfahrer mit großen Wohnwägen und PKW der Spitzenklasse. Wir fühlen und nicht ganz wohl.
Ein Bus voll Franzosen-Jugendlichen, ein weiterer mit Tschechen, die alle in Zelten übernachten, campieren auf der großen Wiese gegenüber.

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Ein Sturzregen am späten Nachmittag hat den CP wieder unter Wasser gesetzt, mal sehen wann das Wasser abfließt. Und im Wetterbericht ist nicht absehbar, wann sich die unseligen Tiefdruckgebiete über Nordeuropa endlich verziehen.
Morgen werden wir Oslo und die Halbinsel Bygdoy mit den div. Museen besuchen. Wir fahren mit dem Bus, das Wetter ist zu wählerisch mit Sonnenstrahlen, die fürs Radfahren notwendig wären.
Ingo Martin
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Ingo Martin » So, 05. Jun 2022, 20:34

Freitag, 15. Juli 2016, 08:30 Uhr 20 Grad, sonnig, Ausflug nach Oslo

Heute waren wir den ganzen Tag in Oslo. Mit kurzem Hemd bzw. Bluse. Wir haben keinen Regenschirm gebraucht. Mit dem Bus 32 ab Bogstad CP nach Oslo Rathausplatz um 50 NOK für zwei Senioren, günstig. Danach sind wir mir dem Boot auf die Museumsinsel Bygdoy gefahren und haben das Fram-Museum besucht.

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Danach sind wir mit dem Boot wieder zum Rathausplatz gefahren und sind am Oslofjord entlang zur Oper gewandert.

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Von hier aus über den Bahnhof durch die Karl Johan Straße bis zum königlichen Schloss.

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Vorbei an prickelnden Sommer – Spielzeugen, als Sonderangebot.

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Aber auch an anderen Erfrischungen

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Ein kurzer nachmittäglicher Kaffee-/ Bierstopp kostete uns 140 NOK.

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Und zum Schluss haben wir noch bis 18:00 Uhr das Rathaus innen besichtigt.

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Anschließend sind wir mit dem Bus wieder zum CP gefahren, haben Kotelett gegrillt und dem Sonnenuntergang zugesehen.
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Ingo Martin » So, 05. Jun 2022, 20:56

Samstag, 16. Juli 2016, 09:00 Uh, bewölkt, 18 Grad, 2. Besuch von Oslo

In der Nacht hat es geregnet, bis zum Morgen hat sich der Regen verzogen, die Sonne hat sich immer wieder kurz gezeigt. Wir lassen es ruhig angehen, frühstücken draußen

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und fahren mit dem Bus um 10:28 zuerst zum Rathausplatz, gehen zur Tram 12 weiter und fahren zum Vigeland Sculpture Park weiter.

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Dort angekommen erleben wir, was es bedeutet, wenn alle asiatischen Anbieter Oslo und den Vigeland Park im Programm zu haben.
Das Wetter war sonnig, z. T. auch leicht bewölkt, ein ideales Fotowetter. Global gesagt, waren wir nicht alleine unterwegs. Viele Menschen haben sich durch den Park geschoben.

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Und die Figurengruppen, die Gustav Vigeland geschaffen hat, werden nicht nur angesehen und bewundert, sondern auch bekraxelt, betatscht. Es gibt keine Schamgrenze mehr in der Vermarktung der Kulturgüter.

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Nach dem Besuch des Vigelandparks sind wir zu Fuß über den Dronningparken (Schlossgarten) zur Aker Brygga gegangen, haben uns das pulsierende Leben am Hafen angesehen. Das wir in der Fülle der Restauration nicht brauchen.

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Nach einer Entspannungsphase in den schönen Holzsitzen mit Blick auf das Hafengeschehen, haben wir uns wieder in den Bus 32 gesetzt und sind zum CP zurückgefahren.
Danach hat Gerti eingekauft und das Leergut zurückgegeben, ich habe den Galaxy gestrahlt/gewaschen.

Der CP in Bogstad hat sich ziemlich gefüllt, vorwiegend Norweger-Familien, mit großen Wohnwägen sind gekommen.
Morgen fahren wir weiter nach Kungshamn in Schweden weiter. Abends haben wir Lachs gegrillt und die Abreise vorbereitet.
Nun geht es nur noch nach Süden.

Der heutige verregnete Tag hat mir beim Reisebericht-Einstellen hier im Forum einige Stunden Kopierarbeit gekostet. Es war aber auch schön, diese Reise die ja 6 Jahre zurückliegt, wieder mal mitzufahren und alte Erinnerungen aufleben zu lassen.
Ingo
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Ingo Martin » Mo, 06. Jun 2022, 16:02

Reiseroute Bogstad Camping (Oslo) -> Eidercamping vom 17. Juli bis 21. Juli

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Sonntag, 17. Juli 2016, 09:00 Uhr, 15 Grad, leicht bewölkt, Fahrt von Bogstad/Oslo nach Kungshamn (S)

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Heute machen wir uns wieder auf die Socken, wir fahren von Norwegen nach Schweden.
Deshalb sind wecken um 08:00 Uhr und zügiges Handeln angesagt. Weil Sonntag ist, haben wir auf der Fahrt durch Oslo, am Ring 3, kaum Verkehr, und sind nach 25 Minuten schon auf der E 6, die uns nach Süden bringt.

Supermärkte und ein großes Einkaufszentrum am Weg haben auch am Sonntag von 09:00 Uhr bis 23: 00 Uhr auf. Und die Parkplätze davor waren voll.
Die Fahrt nach Süden war wenig spektakulär, viel Landwirtschaft, auch neu angepflanzte Apfelplantagen, Mais- und Karottenfelder waren zu sehen.

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Auch zwei Kraniche haben wir gesehen, schön, dass sie in der Nähe der viel befahrenen Autobahn auf Futtersuche waren. Bei Moss, etwa 40 Kilometer südlich von Oslo, fuhren wir an einem Verkehrsflughafen vorbei, sehr viele Urlauber-PKW standen auf den Parkplätzen.

Bei Svinesund verlassen wir Norwegen, wir sind nun in Schweden. Gerti holt die SEK von der Hinfahrt aus dem Reservegeldbeutel, steckt die verbliebenen NOK wieder weg. Bei der Ausfahrt 102 fahren wir 30 Kilometer auf der 174 und sehen die Schärenküste. Wir erreichen den CP Smögens Camping in Kungshamn um 13:00 Uhr,

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werden aber erst um 15:00 Uhr bei der Rezeption empfangen.

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Wir haben uns den Stellplatz 48 schon vorher rausgesucht und auch bekommen. Die Wartezeit verbringen wir mit einer Brotzeit und einem Spaziergang zum Badeplatz des CP in den Schären. Motor- und Segelyachten fahren durch die Schären, es ist ganz schön was los.

Später fahren wir mit den Rädern über die Brücke auf die Insel Smögen. Der starke Gegenwind macht uns das radeln nicht leicht.
Von der Brücke schauen wir nach Kungshamn und Smögen, auch hinaus auf das Skagerrak, wo die Wellen an die Schären gischten.

Im Hafen von Smögen findet ein Musikkonzert statt, sehr viele Besucher genießen den Tag und die Musik.

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Die Liegeplätze im Gästehafen sind überbelegt, oft liegen die Schiffe im 5-er Päckchen.
Bei der Rückfahrt holen wir im ICA-Supermarkt zuerst SEK, danach kaufen wir Krabben, Muscheln und Barilla Spaghetti für das Abendessen.

Nach Rückkehr auf den CP wird die Sonne schon von den Wolken abgedeckt, zum essen draußen ist es schon zu kalt und zu windig. Den Sonnenuntergang sehen wir leider nicht vom Stellplatz aus, eine hohe Schäre verstellt uns den Blick auf’s Meer.

Montag, 18. Juli 2016, Radausflug Kungshamn, 09:00 Uhr, 18 Grad, bewölkt/sonnig

Wir hatten eine rel. ruhige Nacht, wenn man davon absieht, dass die Markise immer wieder mal geschlagen hat. Wir frühstücken im Sonnenschein und füttern nebenbei die frechen Spatzen.

Überall am CP ist Aufbruchsstimmung. Der Smögen CP ist ein Durchgangs-CP, hier stehen so gut wie keine Dauercamper. Deshalb mischt sich der CP jeden Tag wieder aufs Neue.
Wir wollen heute Kungshamn und Smögen ansehen, fahren mit den Rädern zum Kungshamn Hafen und stellen sie ab.

Danach machen wir eine lange Wanderung durch den Hafen, über die Schären zum Nachbarhafen Fisketangen. Auf der Schärenstraße ist viel los, Segler wie Motoryachten sind unterwegs,

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Segler oft unter Segeln, sieht gut aus, wenn man zuerst die Segel, dann den Rumpf hinter der Schäre auftauchen sieht.

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Wir schauen uns eine Galerie an, viele sehr schöne und überteuere Bilder waren ausgestellt. Man sieht an den Preisen, dass auch der SEK eine weiche Währung ist. Lediglich ein buntes Stückchen Papier, wie bei uns der Euro auch.

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Im Hafen-Trockendock sehen wir eine 15m-Mahagoni-Yacht aus Flensburg mit defektem, aufgeplatzten Ruder stehen.
Der Skipper sagte uns, der Anker hätte bei sehr starkem Wind nicht gehalten, sie seien morgens um 04:00 Uhr in die Schären abgetrieben worden, dabei sei das Ruder beschädigt worden.

Weil in Schweden auch die Bootsbauer Ferien haben, müssen sie in Eigenarbeit und mit Hilfe eines Einheimischen das aufgeplatzte Ruder neu laminieren. Hoffentlich gehen ihnen das Harz und die Glasmatten nicht aus. Das Ruder ist nicht gerade klein.

Auf unserem Weg zurück zum Kungshamn-Hafen haben wir noch den Weinmonopol-Laden angesehen, am Parkplatz herrschte Parknot, drei Kassen waren besetzt. Die Schweden haben am vergangenen Wochenende wieder mal richtig gepichelt und mussten nun die Vorräte wieder auffrischen. Auch unsere Weinvorräte sind nach neun Wochen zu Ende getrunken, 30 Euro für drei Liter Blockpack-Spanienwein auszugeben, haben wir abgelehnt. Da vergeht einem die Lust auf einen Schluck Wein. Bald sind wir ja wieder daheim, da können wir wieder schlotzen, was das Zeug hält ohne zu verarmen!

Den ganzen Tag war schönes Wetter, meist blauer Himmel und eine schöne Brise, die die Yachten ausnutzten.

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Abends gab es Kotelett paniert aus der Pfanne, dazu Salat.
Der CP hat sich ziemlich verdichtet, wir stehen gut.
Man kann man die Ferienstimmung der Schweden hören, Musik schallt ungewünscht aus Lautsprechern, immer wieder dieselben Rhythmen, BlahBlahBlah. Partystimmung auf Kosten anderer.

Genug geschimpft für heute! Morgen sieht die Welt wieder ganz anders und schöner aus. Vielleicht.

Dienstag, 19. Juli 2016, Kungshamn, 09:00 Uhr, sonnig, 19 Grad, leicht bewölkt, wenig Wind.

Wir hatten eine ruhige Nacht, Frühstück im Freien in kurzer Hose und Hemd/Bluse. Heute habe ich im Internet Mails abgefragt, nur die üblichen Verdächtigen haben sich über unsere Reiseberichte gefreut und darauf geantwortet. Passt schon.
Das Wetter bleibt die nächsten Tage in Kungshamn, Varberg und ab Donnerstag in Heide erträglich, Sonne und Wolken bei 20 Grad, nordischer Sommer halt.

Wir haben heute einen ausgedehnten Smögen-Rundgang gemacht, Hafen und Schären bestaunt. Im Fischerei-Hafen ist ein Fischkutter eingelaufen, hat 26 Kisten a‘ 15 Kilo Reker (Krabben) angeliefert, sonst nichts. Die Fische als Beifang sind vermutlich sofort über Bord gegangen, angelandet wurden sie nicht.

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Die Schweden machen Urlaub. Flanieren, speisen, fahren Segel- und Motoryachten, sonnen sich im Windschatten der Schären, Kinder fangen Krabben und kleine Fischchen. Schiffsbesatzungen sitzen/liegen auf den Schiffen und lassen sich beobachten.

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Und wir beiden latschen fotografierend und staunend durch die Gegend, freuen uns über die Schärenlandschaft und das bunte Treiben und denken uns unseren Teil.
Auch zurück an die Zeit, wo wir mit unseren Kindern Familienurlaub machten.
Die äußeren Umstände haben sich stark verändert, wenn man das Hier und Heute mit damals vergleicht.

Jetzt um 18:15 Uhr sitzt Gerti in der Sonne, die Makrelen sind schon in der Alufolie, warten auf den Grillmeister, der noch Reisebericht schreibt.

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Morgen fahren wir nach Varberg weiter, am Donnerstag in aller Herrgottsfrühe um 08:05 Uhr geht die Fähre nach Grena (Dänemark) und am Abend treffen wir Freunde in Heide und trinken mal wieder ein gescheites Bier.
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Ingo Martin » Mo, 06. Jun 2022, 16:19

Mittwoch, 20.07.2016, 08:00 Uhr, bedeckt, 18 Grad, Fahrt von Kungshamn nach Varberg

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Heute ist wieder Fahrtag, wir ziehen zu unserem letzten Reiseziel in Schweden weiter.
Gestern haben wir uns schon eingelesen.

Varberg ist ein ehem. Kurbad mit Warm- und Kaltbad (im Kattegat auf einer Brücke) sein. Mal sehen, was uns erwartet.

Wir fahren über die Straßen 174, 171 und 162 auf die Autobahn E 6, die sich gut befahren lässt. Vorbei ziehen Schären, Wiesen, landwirtschaftlich genutztes Land. Es sind fast nur Schweden und Norweger auf der 2 – 3 spurigen Autobahn unterwegs. Um 11:00 Uhr fahren wir durch Göteborg, noch scheint die Sonne nicht durch die Wolken, es zieht sich, bis wir bei Ausfahrt 41 nach Varberg abbiegen, das wir um 12:15 Uhr erreichen.

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Wir kommen am CP Getteröns in Varberg an, stellen das Gespann nahe der Rezeption ab.
Ich gehe wie immer zur Rezeption um einzuchecken, bekomme den Platz 19 zugewiesen, von dem wir morgen früh um 07:00 Uhr ohne Schranke abfahren können. Der Stellplatz kostet 45 € mit Strom.

Unser Stellplatz reicht gerade für den Wohnwagen und den PKW, ohne den Mover hätten wir uns nicht auf diesen engen Platz stellen können. Wir stehen in einer Wohnwagenpark-Feriensiedlung, mitten unter Schweden, die hier Ferien machen.

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Nach dem aufstellen fahren wir nach Varberg in den Hafen, um die Örtlichkeiten für den morgigen Tag anzusehen.
In Varberg ist so viel Trubel, dass wir für eine Besichtigung keinen PKW-Parkplatz finden. Also zurück zum CP, Räder vom Dach holen, Brotzeit machen und nach kurzer Zeit stehen wir mit den Rädern im Hafen.

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Angelkutter laufen ein, Makrelen wurden gefangen. Auch Segel- und Motoryachten suchen im überfüllten Hafen nach Liegeplätzen, die rar und meist nur im Päckchen verfügbar sind.

Anschließend gehen wir auf die Festung und schauen uns Varberg von oben an.

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Später fahren wir auf der Strandpromenade und einem schönen Radweg bis nach Apelviken. An den Schären sonnen sich viele Urlauber, einige sind beim schwimmen.

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Auch am Kallbadhus, früher ein mondänes Strandbadehaus, heute ein Café, sind viele Urlauber und Kinder, die im Wasser planschen.

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Nach unserer Varberg-Besichtigung ruhen wir uns im Hafen aus, sehen um 18:15 Uhr die Stena-Fähre einlaufen und fahren zum CP zurück. Die Fähre fährt abends wieder nach Grenaa, kommt morgen früh wieder hier in Varberg an und nimmt uns mit nach Dänemark.

Ich packe die Räder wieder aufs Dach und lese mich in die Lektüre über die morgige Fahrt ein.

Unser letzter Abend in Skandinavien findet bei Sonnenschein statt, wir essen Putenfilet mit Nudeln. Gehen noch zu den Schären, um den Sonnenuntergang zu erleben. Viele Schweden machen es wie wir, haben aber etwas zum essen und trinken dabei und genießen die milde Abendluft am Meer.

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Ich trinke später am Wohnwagen das letzte Schwedenbier aus und freue mich schon auf Morgen, da gibt es ein kühles Norddeutsches Bier und auch ein Gläschen Wein.
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Ingo Martin » Mo, 06. Jun 2022, 16:32

Donnerstag, 21.07.2016, 06:15 Uhr aufstehen, sonnig, Fahrt von Varberg (S) nach Horst (D)

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Heute fahren wir mit der Fähre von Varberg nach Grenaa (Dänemark) und weiter nach Horst zu Freunden. Nach dem Aufstehen gehe ich in die Sanitär-Anlage, sehe am CP Kaninchen hoppeln, einen Fasan und Austernfischer, die im Gras nach Fressbarem suchen. Alles ist noch ruhig. Wir auch.

Ohne zu frühstücken spanne ich an, wir fahren leise Richtung Fähre. An einem kleinen Flughafen vorbei, auf dessen Graslandepiste hunderte von Graugänsen grasen. Wir kommen rechtzeitig an, schauen uns um, wo wir einchecken können, finden ein Schalterhäuschen und eine nette Schwedin, nennen unsere Einchecknummer und schon werden wir durchgewunken.

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Danach begann das Warten, PKW fahren über eine Rampe in die oberen Stockwerke der Fähre, LKW und Wohnmobile werden unten nach eingewiesen.

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Wir sind das letzte Wohnwagengespann, das an Bord fuhr und wurden ganz nach vorne durch die LKW durchgeschleust. Kommen also als Erste in Dänemark von Bord, passt schon. Die Fähre legt um 08:05 Uhr ab und kommt um 12:20 Uhr in Grenaa an. Es ist 24 Grad warm.

Wir sind während der ruhigen Überfahrt zuerst hinter Glasfenstern gesessen, haben die mitgebrachten Brote zum Frühstück gegessen. Kaffee gab es auf der Fähre dazu.

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Weil sich das Wetter zunehmend gebessert hat und es wärmer geworden ist, haben wir uns später an Deck im Windschutz aufgehalten und das Treiben im Kattegat beobachtet. Viele Segelboote, Handelsschiffe und Sportyachten waren unterwegs, ein Windpark auf dem Meer sorgt für Strom. An der Insel Anholt, über deren Existenz ich mein langes Leben noch nichts gehört habe, sind wir vorbeigekommen.

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Als wir kurz vor dem Hafen angelangt sind, haben wir uns auf den Weg durch den Schiffsbauch zu unserem Gespann gemacht. Nachdem das Bugschild aufgemacht und die Rampe justiert war habe ich den Galaxy angeworfen und bin als erster von Bord gefahren.

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Über die Straße 15 sind wir nach Arhus, danach auf der Autobahn E 45 weiter südlich gefahren. Ich denke etwas wehmütig auf unsere bisherige Reise zurück, während wir durch dänisches Bauernland fahren.

Viele Getreidefelder wurden schon abgemäht, ein Regenschauer wurde durchfahren, danach wieder Sonnenschein. Dänemark zieht vorbei.

Wir fahren an Kolding um 14:20 Uhr bei 26 Grad vorbei, vor vielen Wochen waren wir hier schon einmal bei der Hinfahrt. Lang ist es her, viel haben wir gesehen und erlebt.
Deutschland erreichen wir um 15:30 Uhr, wir fahren auf der B 200 Richtung Husum, später auf der B 202 nach Friedrichstadt, wo wir bei Lidl erst mal Lebens- und Genussmittel für die nächsten Tage kaufen. Um 17:00 Uhr kommen wir am CP Eidercamp in Horst an, wo wir schon erwartet werden.

Fröhliches Umarmen ist angesagt. Danach versinke ich beim Aufstellversuch des Wohnwagens in einer zu nassen, weichen Wiese und werde mit Hilfe eines kleinen Traktors wieder rausgezogen. Der zweite Stellplatz war dann besser geeignet und trocken.

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Schnell wurden die Räder vom Dach geholt und zu den Freunden geradelt, wo kaltes Bier auf meine durstige Kehle wartete. Zum Abendessen gab es eine leckere Pizza, gutes Bier und ein Glas Rotwein. Wir haben bis 23:00 Uhr draußen gesessen und uns unterhalten, bevor wir zum CP zurück geradelt sind. Deutschland hat uns wieder.
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Ingo Martin » Mo, 06. Jun 2022, 16:46

Freitag, 22.07.2016, Horst, PKW-Ausflug nach Bergenhusen (Storchendorf) und Friedrichstad, schönes Wetter

Die Nacht war ruhig, der Weg am Morgen zum Sanitärtrakt lange, deshalb fuhren mit den Rädern hin. Nach einem gemütlichen Frühstück vor dem Eider-Damm, auf dem Kühe grasten, fuhren wir mit Elke zum einkaufen, weil wir abends, wenn Ralf-Peter zu uns stößt, grillen wollten. Das Wetter ist schön und wir beschließen einen Ausflug ins Storchendorf Bergenhusen zu machen.

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Fast auf jedem Dach war ein Storchennest, nicht jedes war besetzt. Trotzdem ein schöner Anblick für uns, Jung- und Altstörche auf schönen Backsteinhäusern zu sehen.

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Um 15:45 Uhr waren wir von unserem Ausflug zurück, Ralf-Peter war schon angekommen und wir trinken zusammen Kaffee. Später grillen wir, essen viel zu viel. Ein Radausflug zur Fischerhütte, wo wir weitere Freunde treffen, folgte. Es war ein schöner Abend mit viel Bier und kleinen Mümmelmännern, der erst spät endete.

Samstag, 23.07.2016, Horst, Radausflug, bedeckt/sonnig, über 20 Grad

Wir frühstücken mit den Freunden, vom CP haben wir Semmeln mitgebracht. Anschließend fahre ich mit dem Rad nach Hennstedt zum Eider-Bäcker und zur Apotheke.
Gemeinsam machen wir einen Rad-Ausflug nach Delve, wo ein Rasen-Handballturnier stattfand. Bier und Würstchen in der Semmel wurden verspeist, während wir dem Turnierverlauf zusahen.

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Anschließend fuhren wir an der Eider entlang zurück, kehrten ein. Es gab dunkles Erdinger Weißbier, Eis und Cappuccino. Um 16:30 Uhr waren wir von unserem Radausflug zurück.

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Ich bereitete den Wohnwagen auf unsere morgige Weiterfahrt vor, das Auto wurde gecheckt, etwa 500 Kilometer Fahrt stehen bevor. Am Abend treffen wir uns wieder in der Fischerhütte, ein Bekannter gibt ein Ruhestandsbeginn-Fest aus. Bier, Mümmelmänner und was Leckeres zu essen gab es umsonst. Danke für die Einladung und die netten Gespräche an der Eider.

Ich habe mich alkoholmäßig sehr zurückgehalten, Alsterwasser gemischt, kein Schnaps. Um 22:00 Uhr haben wir uns verabschiedet, die Pflicht ruft. Und wir freuen uns schon auf unser Wiedersehen mit unserer Jugend, die wir spontan auf unserer Rückfahrt nach München in Hinsbeck besuchen wollen.
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Ingo Martin » Mo, 06. Jun 2022, 17:02

Unsere Reiseroute Eidercamping -> Fischerhäuser vom 24. Juli bis 31. Juli

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Sonntag, 24.07.2016, Fahrt von Horst nach Hinsbeck, sonnig bis 29 Grad warm

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Heute ist wieder Fahrtag, wir stehen um 07:30 Uhr auf und sind um 09:00 Uhr schon auf Achse. Über Heide fahren wir auf der A 23 nach Hamburg,

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dann die A 1 Richtung Bremen. Hier wird die Autobahn saniert, 12 Kilometer Stau und eine Stunde stopp and go, von drei Spuren wird die Autobahn auf eine Spur verengt.
Und am Ende des Staus stehen dann ein paar Hansel herum, die diesen Megastau auf dem Gewissen haben, anstatt zu arbeiten.
Im Münsterland machen wir um 14:30 Uhr eine Pause, fahren danach durch den Ruhrpott und erreichen nach 534 Kilometern um 17:00 Uhr Hinsbeck. Wir stellen den Wohnwagen auf, richten uns für ein paar Tage ein und fahren mit den Rädern zum Abendessen in den nahen Biergarten.
Es gab Schnitzel mit Pommes und Diebels Alt. Unsere Jugend ist noch bis Montagabend auf Fehmarn, wir hüten Haus und Garten.

Montag, 25.07.2016 bis Samstag, 30.07.2016, in Hinsbeck bei unserer Jugend

Am Montag frühstücken wir im Garten in der Sonne, genießen das schöne Wetter und garteln fleißig.

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Die Jugend kommt erst um 23:00 Uhr aus Fehmarn zurück.
Am Dienstag haben wir begonnen, im Gewächshaus viele defekte Scheiben auszutauschen. Der große Garten ist ganz schön arbeitsintensiv. Abends wird gegrillt.

Auch am Mittwoch sind wir mit dem Gewächshaus und Gartenarbeit beschäftigt, zum Abendessen gab es Spaghetti.

Am Donnerstag wurden die letzten Scheiben im Gewächshaus eingesetzt und das Bruchglas zum Wertstoffhof gebracht. Zum Abendessen gab es eine leckere Pizza. Am Freitag ist unser Sohn nach Berlin geflogen, um eine neue Familienkutsche zu kaufen. Weil die Schwiegertochter in der Arbeit war, haben wir einen ganzen Tag mit der Enkelin verbracht. Sie war ganz lieb zu uns und ist wirklich pflegeleicht.

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Abends grillen wir meine letzten, selbst gefangenen Makrelen und Würstel.

Am Samstag frühstücken wir gemeinsam, ich habe danach den Wohnwagen und den PKW für die Reise nach München fahrbereit gemacht. Bei einem Spaziergang haben wir noch Tomaten und Gurken beim Erzeuger-Nachbarn gekauft. Ein gemeinsames Abendessen beim Jugoslawen im Birkenhof beendete unsere schöne Woche am Niederrhein.

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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Ingo Martin » Mo, 06. Jun 2022, 17:46

Sonntag, 31.07.2016, Fahrt von Hinsbeck nach München, gef. 656 Kilometer

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Um 05:30 Uhr sind wir aufgestanden, um unsere Reise nach München anzutreten.
Um 06:10 Uhr machen wir uns auf den Weg, werden von der Jugend verabschiedet und fahren auf der A 61 nach Süden. Es ist noch wenig Verkehr, viele Niederländer und Belgier sind unterwegs.

Die Felder sind vielfach schon geräumt, Kartoffeln werden geerntet. Vorbei geht es am Moselblick und durch die Weinfelder in Rheinhessen, Windräder und weites Land ziehen vorbei. Nach knapp 300 Kilometern Fahrt machen wir um 09:00 Uhr auf einem Parkplatz eine Frühstückspause.

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Der Verkehr ist noch überschaubar, als wir um 09:50 Uhr wieder auf die Autobahn auffahren.
Am Hockenheimring ist die Formel 1 aktiv, der Besucherandrang ist enorm, vorbei war es mit der Ruhe auf der Autobahn.

Bei Stuttgart übergießt uns ein erster Regenschauer, ab Kirchheim ist stockender Verkehr. Und wir haben den ganzen Aichelberg aufwärts einen Megastau, zwei Meter fahren, 1 Minute stehen. Es regnete, blitzte und donnerte, für fünf Kilometer haben wir fast eine Stunde gebraucht. Obwohl kein Unfall war.

Auch auf der Alb war immer wieder stockender Verkehr, der sich dann aber urplötzlich auflöste. Endlich ging es wieder voran. Jedoch nicht lange. Ein Unfall zwischen Augsburg West und Dasing kostete uns wieder 1 ½ Stunden Wartezeit auf der Autobahn, die gesperrt war.
Der Wunsch nach einem Zugfahrzeug mit Automatikgetriebe wurde geboren. Um 16:30 Uhr sind wir in Fischerhäuser nach 10 ½ Stunden Fahrt angekommen und haben den Wohnwagen ausgeräumt.

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Nach weiteren 20 Kilometern sind wir zu Hause, räumen das Auto aus und gehen zum Essen. Ein Schweinsbraten wurde für mich bestellt, er war nach 12 Wochen Abstinenz überfällig.
Ich war ein wenig verärgert über den heutigen Fahrtag und die vielen Staus. Wir sind extra am Sonntag gefahren, um dem Berufsverkehr und dem LKW-Verkehr mit den Elefantenrennen aus dem Weg zu gehen. Und kamen vom Regen in die Traufe.

Unsere diesjährige Reise in den Norden ist nach 12 Wochen und 8.500 Kilometern zu Ende.

Technisch hat alles funktioniert, bis auf kleine körperliche Blessuren bei uns ist nichts passiert.
Ein paar Kilogramm Gewicht haben wir auf der Strecke gelassen, es ist gut für Bauch und die Hüften, wenn man jeden Tag aktiv ist.

Schweden und Norwegen haben als Reiseziele nichts an Reiz verloren, es gibt noch viele Gegenden und Routen, die zu entdecken wären. Mal sehen, wann wir uns wieder auf eine Reise in den Norden aufmachen.

Nachsatz:
Und dann war da noch der aufkeimende Gedanke am Aichelberg nach einem Zugfahrzeug mit Automatikgetriebe, das Urlaubsreisen noch schöner und weniger anstrengend machen könnte. Er wurde zu Ende gedacht. Inclusive Allradantrieb, um nicht mehr in tiefen, morastigen Wiesen stecken zu bleiben. Hoffentlich.

Auch E-Bikes werden künftige Ausflüge vor Ort noch attraktiver machen.

Unsere Reiselust und die Neugierde auf Neues, Unbekanntes ist ja noch nicht zu Ende. Sie geht hoffentlich noch lange weiter.
One life – live it!

An unserer Reiseroute im nächsten Jahr arbeite ich bereits, es geht mal wieder in den Süden, nach Griechenland incl. Peloponnes rund, auf dem Landweg.

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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon volkermuenster » Di, 07. Jun 2022, 15:02

Moin Ingo,

zuerstmal ein ganz dickes Lob und Dankeschön für den toll geschriebenen und nun auch bebilderten Reisebericht!

Da habt ihr euch richtig Mühe gemacht.

Und das schönste für mich war, dass ich einiges ein wenig wieder erkannt oder an einige unserer / meiner Norwegenreisen gedacht habe.

Zum Beispiel: den CP Kjörnes - da waren wir bei unserer ersten Norwegen Tour 2012 mit dem Mietmobil gewesen (zur Fußball EM).

Zweites Beispiel: 2016 waren wir das erste Mal mit dem eigenen Mobil in Norwegen - bei dem von dir beschriebenen Elfmeterdrama waren wir in der Nähe vom Kannesteinen. Hier haben wir ein nettes Pärchen getroffen - deren TV war ein paar Sekunden schneller als unseres - so wußte ich schon vor dem Elferschiessen ob er rein geht oder nicht :-).

So könnte ich jetzt weitermachen.....

Nochmal vielen lieben Dank und euch weiterhin schöne Reisen.

Gruß
Volker
"Man wird nie ein neues Land entdecken, wenn man immer das Ufer im Auge behält."
(Volksweisheit)
Unterwegs in meinem Theodor-Sunlight T60
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon Julindi » Mi, 08. Jun 2022, 9:04

Herzlichen Dank für diesen schönen und ausführlichen Reisebericht. Ihr habt so viel tolles erlebt - eine gute Mischung aus Wandern, Radfahren und Kultur.
Die Haupttouristen-Hotspots versuchen wir immer zu meiden (auch wenn wir ja selbst Touristen sind...), aber wenn ich dann lese, dass zur Belustigung der Touristen eine rot gekleidete Elfe an einem Wasserfall tanzt, dann weiß ich wieder, wieso ich das nicht mag und einen großen Bogen darum mache :lol: :roll:
Die Vorfreude auf unsere diesjährige Sommerreise wurde jedenfalls durch den Bericht nochmals gesteigert :D

Viele Dank!
Reiseberichte mit Fotos auf http://www.ju-cara.jimdo.com
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon mallimaus » Mo, 13. Jun 2022, 13:32

Herzlichen Dank für den schönen Reisebericht mit den vielen Bildern und der anregenden Schreibe.
Es kommen Erinnerungen auf, aber auch manche Anregungen für eigene Besuche wenn man mal in der Nähe ist....
Mit 12 Wochen habt ihr euch viel Zeit fürs Reisen genommen, das sei euch von Herzen gegönnt, einfach schön.
Mit der Flambahn waren wir noch nicht unterwegs, haben aber bereits mehrfach überlegt, die Tour zu fahren. Nach deinem Bericht war unsere Entscheidung sich nicht diesen Massen auszusetzen wohl auch richtig.
Danke nochmals fürs mitnehmen und teilhaben lassen.
Gruß Marion

Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest Lk 6,31
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Re: Norwegenreise 2016 mit dem Wohnwagen, mit Bildern

Beitragvon gudrun55 » Mo, 01. Aug 2022, 22:14

Hallo Ingo!

Ein wirklich schöner Reisebericht, den ich jetzt mit großem Genuss in einem Rutsch genossen habe! Viele schöne Erinnerungen und auch einige Anregungen waren dabei :D

Jaja, die Flambahn... die haben wir ja auch mitgenommen, obwohl man uns abgeraten hatte :lol: - und ich muss sagen, der Gesang am Wasserfall - ich zitiere mal aus meinem Reisebericht von 2015: "Klar, alles Show für die Touristen, aber die Musik in Verbindung mit der grandiosen Natur ist sehr stimmungsvoll und hat was. Ich genieße es"

Also, ganz herzlichen Dank für deine Mühe und den wirklich tollen Reisebericht! Macht Vor- und Nachfreude ( gibt es das Wort überhaupt?) Und auch einen ganz lieben Dank für die netten Worte am Ende meiner Reiseberichte von 2019 und 2020!

liebe Grüße! gudrun55
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