Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Eure Berichte von Reisen in Norwegen, Wander- und Bergtouren, Hurtigrutenfahrten oder Spezialtouren

Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon artep » Fr, 23. Sep 2022, 20:25

Die letzte Reise ist noch nicht so lange her und über die habe ich hier schon ausführlich und täglich berichtet.
Nun machten wir uns also doch noch ein zweites Mal auf den Weg, neben noch zu verbrauchenden Urlaubstagen sind auch noch viele Überstunden zum Abbummeln da. Und so geht es wieder auf Herbstreise, jetzt ins Hallingdal - also nur eine kurze Entfernung von Oslo.
Diesmal gibt es den Bericht aber erst im Nachhinein.

Tag 01 - Mittwoch, 31.08.2022

Wir wollen wie (fast) immer von Kiel starten und diesmal gab es schon bei der Fahrt zum Hafen ein Fotomotiv.
An einem Autobahn-Parkplatz hatten die Schwalben sich über der Toilettentür ein Zuhause eingerichtet und ließen sich von den bestimmt zahlreichen Besuchern auch nicht beeindrucken (obwohl es doch fast so aussieht, als ob sie nach Hilfe rufen).
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Pünktlich legen wir in Kiel ab, im Hafen liegt auch wieder ein Kreuzfahrer.
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Das Wetter ist ziemlich klar und so kann man bis nach Kalifornien gut gucken.
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Nach dem Leuchtturm Kiel mit Lotsenboot und kleinem Segelboot sehen wir in der Ferne auch noch ein recht großes Segelboot.
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Den Namen "Artemis" kann ich dann mit Hilfe der Kamera entziffern. Als es dichter bei der "Fantasy" ist, waren die Segel leider schon eingeholt.
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Die Belt-Brücke gucken wir uns aus dem Kabinenfenster an.
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Zum Abendessen holen wir uns eine Pizza auf die Kabine. Das haben wir schon öfter so gemacht und das geht auch sehr schnell mit nur 10 Minuten Wartezeit.

Am späten Abend kann ich noch einen Katamaran der Molslinjen ausmachen, die von Seeland (Odden) nach Jütland (Aarhus) verkehren.
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon MarkusD » Fr, 23. Sep 2022, 20:32

artep hat geschrieben:... Nun machten wir uns also doch noch ein zweites Mal auf den Weg, neben noch zu verbrauchenden Urlaubstagen sind auch noch viele Überstunden zum Abbummeln da. Und so geht es wieder auf Herbstreise, jetzt ins Hallingdal - also nur eine kurze Entfernung von Oslo.

Ich dachte schon, wo bleiben hier denn die vielen Reiseberichte von den ganzen Sommerurlaubern. :-) Da bin ich gleich an Bord und lasse mich überraschen. ;-) Gruß, Markus
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon Canadier » Sa, 24. Sep 2022, 8:17

Ich spring auch noch schnell auf!
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon artep » Sa, 24. Sep 2022, 10:01

Ja, willkommen an Bord :-)

Tag 2 - Donnerstag, 01.09.2022

Auch am Morgen ist das Meer eher ein "Ententeich".
Um halb 6 werde ich wach und sehe diesen farbenfohen Morgenhimmel, also Kamera raus und Bild(er) machen.
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Nochmal einschlafen klappt dann nicht mehr, weil der Himmel doch zu schön ist und ich immer wieder rausgucken muss.
Um 6:15 Uhr kommt die Sonne dann auch wirklich zum Vorschein.
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Wir sind etwa auf Höhe der schwedischen Grenze und daher müsste der Leuchtturm auch Torbjørnskjær sein.
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Um 7 Uhr gehen wir frühstücken und haben dann noch etwas Ruhe bis zum pünktlichen Anlegen. Ein "schwimmendes Hochhaus" ist auch schon da.
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Eigentlich könnten wir auch sofort zum Ferienhaus fahren, denn laut Buchungsübersicht ist vor uns keiner drin und den Schlüssel gibt es im codierten Schlüsselkasten. Aber wir nehmen uns doch die Zeit und besuchen unsere Bekannten in Ski (eigentlich ja die "falsche" Seite vom Oslofjord) und verbringen die Zeit bis zum Nachmittag bei schönem Sonnenschein und angenehmen 20° bei ihnen auf der Terrasse.
Etwa 15 Uhr fahren wir dann los, wieder durch Oslo und in Richtung Drammen ist auch ordentlich viel Verkehr und teilweise Stau, so dass wir etwa eine halbe Stunde länger brauchen als geplant.
Die Hütte liegt etwa 8 km nördlich von Haglebu bzw. 25 km südlich von Nesbyen (in Bromma fährt man den Berg hoch) auf etwa 800m Höhe.
Kurz nach 18 Uhr kommen wir an, draußen sind 15°, der Schlüsselcode passt und nach dem Aufschließen kommt einem eine richtige Hitzewelle entgegen. So ein extrem warmes Haus habe ich noch nicht erlebt - also erst einmal alle Fenster und Türen auf zum Lüften und alle Heizungen aus. Nach einer Weile finde ich im Regal auch ein Thermometer, das 36° anzeigt (und das bei den sehr hohen Strompreisen!).
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Zwei Stunden später haben wir noch immer 27° und so ist es am nächsten Morgen auch noch. Fußbodenheizungen sind eben sehr träge.
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon Kumulus » Sa, 24. Sep 2022, 10:56

Schön - ein Reisebericht. Und dann noch über eine Region in Norwegen, die ich persönlich immer etwas außer Acht gelassen habe. Ich freu mich.
Danke Petra
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon artep » Sa, 24. Sep 2022, 11:58

@Kumulus: Ja, das geht sicher vielen so, dass diese Gegend etwas "übersehen" wird. Wir haben dort auch fast nur einheimische Autos gesehen. Aber ohnehin sind zu dieser Jahreszeit nicht mehr so viele ausländische Touristen unterwegs.

Tag 3 - Freitag, 02.09.2022

Der nächste Morgen beginnt doch ziemlich grau und neblig bei 8° und dieser Nebel wird dann auch immer dichter, für eine Bergtour also nicht unbedingt geeignet.
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So wollen wir um den Helgesetvatnet laufen.
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Der Weg soll gleich eine Straßenabzweigung weiter losgehen. Dort ist ein etwas größeres Hüttengebiet. Von da aus können wir über eine Wiese auch unsere Hütte sehen (Bildmitte).
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Wir finden auch den kleinen Weg, verlieren ihn dann aber immer wieder im Wald, auch weil durch den Nebel etwas die Orientierung fehlt.
Unterwegs geht es durch einige Feuchtgebiete und immer wieder tauchen kleine Teiche auf.
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Der Blick auf den Helgesetvatnet, wie er auch von der Webcam zu sehen ist (unser Haus ist rechts etwas außerhalb des Bildes, der spitze Berg links ist Flentpiken, rechts der hohe heißt Trøgasetnatten), bleibt uns verwehrt. Trotzdem ist es eine schöne Tour, auch mit vielen Blaubeerbüschen und Preiselbeeren unterwegs.
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Irgendwann finden wir die kleine Straße (dank Tracking auf dem Handy), die hoch zu den letzten Hütten geht und dann geht es diese Straße runter und durch das Flenten naturreservat zurück.
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Von da aus können wir auch ab und zu einen Blick auf den See erhaschen.
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Auf der Straße zu unserer Hütte gibt es dann noch ein paar Schafe. Das braune finde ich besonders hübsch.
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Insgesamt sind es dann doch über 10 km gewesen und wir sind nach gut 3,5 Stunden wieder zurück am Haus.
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon syltetoy » Sa, 24. Sep 2022, 17:08

Eine tolle Stimmung, herrliche Fotos. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon artep » So, 25. Sep 2022, 11:36

Tag 4 - Samstag, 03.09.2022

Heute meint das Wetter es etwas besser mit uns. Aber da nach Wolkenvorhersage etwas weiter nordöstlich mehr Sonne sein soll, suche ich uns eine Tour in dieser Richtung.
Es soll auf den 1177m hohen Dusetind gehen.
Dafür fahren wir insgesamt etwa 50km erst in Richtung Nesbyen und dann die Straße 2910 in Richtung Tunhovd.
Zwischen dem Pålsbufjorden und dem Tunhovdfjorden liegt der 632m lange Staudamm Pålsbudammen (fertiggestellt 1946), über den man fahren kann. Am Ende der Straße ist unterhalb des Dammes ein Parkplatz, wo wir die Wanderung um 12 Uhr auf etwa 730m Höhe beginnen.

Wir gucken uns zuerst den Damm und den Pålsbufjorden an - es fehlt unglaublich viel Wasser. Auf dem See liegt eine Sandbank o.ä. frei und irgendwas glitzert dort.
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Durch die Kamera sehen wir dann zwei Autos und Familien dazu. Keine Ahnung, wie die dort hingekommen sind.
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Der Weg geht zuerst durch einen lichten Wald (mit vielen großen Blaubeeren) und dann kann man sich an einer Weggabelung entscheiden, ob man weiter in Richtung Turrhaugseter/Dusetind oder zum Turrhaugnatten gehen will.
Die Alm Turrhaugseter liegt oberhalb dieses Waldes auf 950 m Höhe und wird anscheinend auch bewirtschaftet.
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Von dort geht der Weg etwas weniger steil weiter, quert eine dicke Stromleitung und nach einem kleinen Vorgipfel kommt man dann auch beim Dusetind an.
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Oben wächst sehr viel Rentierflechte, so dass es teilweise etwas nach Schneefeldern aussieht.
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Und die ersten Herbstfarben mischen sich auch schon darunter.
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Von oben hat man eine gute Aussicht auf die beiden Stauseen, die umliegenden Berge und etwas weiter in der Ferne das Hemsedalsfjell, Hallingskarvet (Prestholtskarvet) und Hardangerjøkulen.

Sveinsnuten und Jøransetfjell
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Tunhovdfjorden
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Hemsedalsfjell
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Pålsbufjorden
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Hallingskarvet
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Hardangerjøkulen
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Nach einer längeren Pause geht es dann wieder zurück und nach unten.
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Etwa 18 Uhr sind wir zurück am Damm (Blaubeeressen unterwegs musste wieder sein).
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Danach machen wir noch einen kleinen Einkauf in Nesbyen und sind 19:30 Uhr zurück am Haus.

Am Abend beschäftige ich mich mal ausführlicher mit den Heizungsthermostaten, denn im Bad ist es irgendwie kühl geworden. Dabei stellt sich heraus, dass die Zahl auf dem Display im Bad eine Gradzahl ist (stand auf 15) und die Zahl im Flur und im Wohnzimmer irgendeine Heizstufe, die man nicht höher als 10 setzen kann. Das erklärt auch, warum wir am ersten Tag so eine Hitze hatten. Da standen diese Thermostate nämlich auf 10 und damit lief die Heizung auf vollen Touren.
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon Kumulus » So, 25. Sep 2022, 13:51

Die Herbstfarben im Fjell sind wunder-wunderschön. Man kommt unmittelbar ins Schwärmen und Träumen. Tolle Tour, die ihr dort gemacht habt. Aber 1177 m.u.M. sind sicherlich eine kleine Herausforderung. Oder?
Danke für's Teilhaben
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon artep » So, 25. Sep 2022, 17:09

Also hochzusteigen waren ja nur rund 450m, das ist nicht so viel und gut machbar. Es gab auch keine besonders steilen Stellen, insofern war das wirklich völlig problemlos (bei ut.no ja auch als "grün" eingestuft). Insgesamt sind wir etwa 11 km gelaufen. Der Weg selber war bis zur Alm auch wirklich wie ein Weg und nicht sowas zum Suchen. Aber auch danach war die Markierung gut zu finden. Bis zur Alm und dort (ca. halber Weg) haben wir auch immerhin 8 Leute getroffen, den Rest der Tour waren wir aber alleine.
Es ist nur bei der ersten Bergwanderung immer etwas Muskelkater vorprogrammiert, weil wir als Flachländer die Berge nun mal nicht gewöhnt sind.
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon artep » So, 25. Sep 2022, 19:49

Tag 5 - Sonntag, 04.09.2022

Nach der gestrigen Tour ist heute erst einmal lange Ausschlafen angesagt. Zudem ist es am Vormittag noch sehr grau.
Gegen Mittag entschließen wir uns zu einer kurzen Blaubeertour gleich in dem Wald hinter dem Haus.
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Nach 2 Stunden sind wir mit 2 Tüten zurück und am Nachmittag regnet und gewittert es leicht.
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Um 20:30 Uhr sehe ich auf der Wiese beim Haus, dass da irgendetwas anders aussieht als sonst und vermute, dass da ein Elch steht. Die Kamera bestätigt das dann auch. Aber leider war es schon viel zu dunkel, um noch ein vernünftiges Bild auf die große Entfernung hinzukriegen.
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Nach der Polarlichtvorhersage soll heute auch die Chance auf Polarlicht sehr gut sein (angeblich sichtbar bis Dänemark), aber es dauert, bis der Himmel wirklich dunkel ist und dann ziehen auch wieder Wolken auf. Einen kleinen Schimmer Grün kann ich dann doch noch einfangen (sowas habe ich noch nie fotografiert und draußen war es inzwischen ziemlich kalt, also keine Zeit und Lust für lange Übungen). Mit bloßem Auge war es einfach nur ein helleres Grau.
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Noch etwas zu dem Haus:
Der Grundriss ist H-förmig, wir haben insgesamt 4 Schlafzimmer, könnten also fast jeden Tag den Raum wechseln. Es gibt eine Art Fernsehzimmer, dann in der Mitte den Küchenbereich mit großem Esstisch und einen Bereich mit 2 großen Sofas und Couchtisch vor einem Kamin. Dazu kommen 3 Terrassen und ein Jacuzzi draußen (ist für uns aber gesperrt) und eine Garage (ist im Winter sicher nützlich, haben wir aber nicht genutzt).
Dazu gibt es noch 2 Bäder - eines mit Dusche, eines mit Wanne. Es sind alle Gerätschaften (außer einer Mikrowelle), die man sonst auch so zu Hause hat, vorhanden.
Dann gibt es noch ein Regal mit sehr vielen DVDs und auch vielen Gesellschaftsspielen.

Was aber richtig auffällt, sind eine Unmenge an Steckdosen - etwa 70 habe ich gezählt. Im Ess-/Wohnzimmer sind alle 2 Meter Doppelsteckdosen über der Dußleiste und nochmal zwei 6er-Gruppen mit zusätzlichen USB-Anschlüssen.
Stromkosten sind für uns noch inklusive (inzwischen sind es nun 6 NOK pro kWh).

Vor der Anreise habe ich noch bei der Vermieterin gefragt, wie es denn mit der (obligatorischen) Bezahlung der Endreinigung gehen soll. In der Buchungsbestätigung stand "bei Anreise", aber wenn es nur einen Code für den Schlüssel gibt, kann ja keiner Geld in Empfang nehmen. Sie hatte eigentlich gedacht, dass wir das bei Buchung hätten bezahlen müssen, hat dann aber nochmal bei Novasol nachgefragt und gemeint, dass wir das Geld bei Abreise auf den Küchenschrank legen sollen. Das war mir auch ganz recht, denn genug Bargeld hatte ich nicht mehr und daher habe ich auch zurückgeschrieben, dass wir so ja noch genug Zeit hätten, um irgendwo Geld abzuheben...
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon Voronwe » Mo, 26. Sep 2022, 17:03

Juhu, ein Reisebericht :bounce:

Habe mich schon gewundert, daß noch gar keine kamen. Waren denn alle so wie ich Norwegen dieses Jahr untreu?

Da wird natürlich gerne mitgelesen. Sieht auch alles nach einem sehr entspannten Urlaub aus
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon artep » Mo, 26. Sep 2022, 17:31

@Voronwe: Danke. Ich schreibe aber schon den dritten Bericht (Winter, Sommer und jetzt eher Herbst) von diesem Jahr - da hast du nicht richtig aufgepasst :-).
Ja, und entspannt war es auch, weil zu der Zeit doch nur noch wenige Leute unterwegs sind. Die Hütten ringsrum waren nur am Wochenende etwas mehr besucht. Vermutlich ist dort auch im Winter mehr los.
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon artep » Mo, 26. Sep 2022, 19:09

Tag 6 - Montag, 05.09.2022

Am Morgen ist es bei 8° noch heiter, dann kommen dichte Wolken und wir wollen deswegen nur um den See Haglebuvannet laufen. Bis dort hin sind es rund 9 km mit dem Auto, die Strecke um den See ist aber nur 3 km lang.

Am See steht auch die Haglebu fjellkirke, ein Parkplatz findet sich gegenüber.
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Zuerst sehen wir uns diese Kirche an. Sie ist natürlich geschlossen, weil sie nur zu bestimmten Anlässen genutzt wird. Durch die niedrigen Fenster kann man aber etwas hineingucken.
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Hinter der Kirche ist noch ein kleiner See, an dem ein Denkmal für das Haglebugefecht steht.
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Schon rund um die Kirche finden wir wieder sehr viele Preiselbeeren und Blaubeeren und so fangen wir wieder an zu sammeln. Dadurch kommen wir auf dem Weg, der ganz sicher von jedem begangen werden kann (fast eben und meistens befestigt), kaum vorwärts. Einem Jogger begegnen wir gleich 3 Mal. Für die schöne Runde, die über teils offenes Gelände, teilweise Wald, direkt am See bei einem Campingplatz vorbeiführt und auch jede Menge Bänke unterwegs hat, brauchen wir daher auch 3 Stunden.
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Etwas getrübt wird der Ausflug von dauerndem Hubschraubergeräusch. Es werden dort Steine für einen neuen "sherpa-sti" auf den 1278 m hohen Berg Haglebunatten geflogen. Wie ich gelesen habe, kann man sich für 1000 NOK auch eine Stufe kaufen. Der Hubschrauber transportiert jedes Mal aber nur 2 Stufen - es wird also ein sehr teurer Weg, für den bisher 2 Millionen Kronen veranschlagt sind.
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Kurz vor dem Parkplatz finden wir auch noch Himbeersträucher, wo man sich nochmal lange zum Naschen aufhalten kann.
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Die Schüssel mit den Preiselbeeren ist anschließend gut gefüllt.
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Am Abend soll es laut Vorhersage nochmal Polarlicht geben. Das ist dann sehr spät auch etwas besser zu sehen als am Vortag, für das bloße Auge aber wieder nur als grau wahrnehmbar.
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Im Haus suche ich mir für die Fotos ein dunkles Zimmer und mangels Stativ noch einen Hocker und fotografiere durch die Fensterscheibe. Draußen ist das einfach zu kalt.
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Re: Herbstnachschlag im Hallingdal (2022)

Beitragvon Steffen15 » Mo, 26. Sep 2022, 20:33

Hallo Petra,
vielen Dank, dass Ihr zuverlässig immer wieder jedes Jahr (mehrfach) nach Norwegen fahrt und dass Du dann auch noch fleißig Reiseberichte schreibst!
Meine Frau wollte dieses Jahr nicht nach Norwegen, weil so ein geniales Herbstwetter wie letztes Jahr bei unserem Wetterglück nicht zu erwarten war. Auch in den Alpen hatten wir Anfang September bis vorletzte Woche so etwa 30% graue Tage, die nur für Talwanderungen mit Regenschutz geeignet waren...
Das Foto mit dem großen wagen finde ich gut, wenn es auch nicht mit den Bildern der "professionellen" Nordlichtjäger konkurrieren kann. Oder sind die Sterne ge-photoshoppt ;-) ?
Letzte Norwegenreise https://lofotenreise.jimdo.com
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