Ein Monat in Norwegen

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Ein Monat in Norwegen

Beitragvon muff » So, 08. Okt 2006, 17:12

Hi erstmal.
Es geht darum, dass ich mit meiner Freundin für ca. einen Monat nach Norwegen (oder Schweden) möchte (Höhe knapp über den Polarkreis, genaueres weiß ich noch nicht) und dort dann das Geld für den "Urlaub verdienen". Heißt, dass ich 3 Wochen arbeiten will und dann eine Woche noch Urlaub haben will und uns beide damit halt verköstigen.
Nun wollte ich fragen, ob ihr das für möglich haltet, dass man in Norwegen für 3 Wochen eine Arbeit bekommt, bei der man das Geld immer möglichst direkt bekommt und dann günstig für einen Monat irgendwo wohnen kann.
Sprache kann ich übrigens nicht, aber Grundlagen könnte man ja bis zum Sommer noch lernen.
Freue mich über Hilfe und Anregungen.
Schonmal Danke :-)
MfG, Jan
muff
 
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Re: Ein Monat in Norwegen

Beitragvon Alsterix » Mo, 09. Okt 2006, 11:37

muff hat geschrieben:Nun wollte ich fragen, ob ihr das für möglich haltet, dass man in Norwegen für 3 Wochen eine Arbeit bekommt, bei der man das Geld immer möglichst direkt bekommt und dann günstig für einen Monat irgendwo wohnen kann.
Sprache kann ich übrigens nicht, aber Grundlagen könnte man ja bis zum Sommer noch lernen.

So oberflächlich die Frage ohne weitere Angaben ist (z.B. der beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen) so schwierig ist sie zu beantworten.
Unter diesem Vorbehalt tu ich es dennoch :
Nein, so simpel halte ich das erstmal kaum für möglich - es sei denn Du möchtest Dich ins Heer der überwiegend illegalen Dumpinglohn- und Schwarzarbeiter einreihen die in den letzten Jahren mehr und mehr vor allem aus osteuropäischen Ländern, speziell Polen und den baltischen Staaten nach Norwegen kommen und oft genug den Sommer über in Norge campieren.
Unmöglich ist vermutlich gar nichts, ob sowas anzustreben ist muss jeder für sich selber wissen.
Grundsätzlich wäre speziell im Sommer ein "Vikariat" machbar, in aller Regel erfordert das aber sowohl brauchbare Sprachkenntnisse und auch eine Vorbereitung hinsichtlich der bürokratischen Hindernisse wäre ratsam, zum Beispiel ist ein norwegisches Bankkonto für die Lohnzahlung in aller Regel einfach notwendig - bar auf Tatze dürfte hier die absolute Ausnahme sein (abgesehen vermutlich von der reinen Schwarzarbeit).
Ich halte die Grundidee nicht für falsch, sie erfordert aber auf jeden Fall einige Vorbereitung und Sondieren auf dem Arbeitsmarkt. Warum es da ausgerechnet die Region um den Polarkreis sein soll kann ich z.B. absolut nicht nachvollziehen - auf jeden Fall ist das nicht gerade der Schwerpunkt der Nachfrage nach Arbeitskräften, sorry...

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Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht. (Erich Fried)

Kultur ist, wenn man aus dem Schädel seines Feindes eine hübsche Trinkschale anfertigt,
Zivilisation, wenn man dafür ins Gefängnis kommt.

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Re: Ein Monat in Norwegen

Beitragvon muff » Mo, 09. Okt 2006, 16:51

Alsterix hat geschrieben:
muff hat geschrieben:Nun wollte ich fragen, ob ihr das für möglich haltet, dass man in Norwegen für 3 Wochen eine Arbeit bekommt, bei der man das Geld immer möglichst direkt bekommt und dann günstig für einen Monat irgendwo wohnen kann.
Sprache kann ich übrigens nicht, aber Grundlagen könnte man ja bis zum Sommer noch lernen.

So oberflächlich die Frage ohne weitere Angaben ist (z.B. der beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen) so schwierig ist sie zu beantworten.
Unter diesem Vorbehalt tu ich es dennoch :
Nein, so simpel halte ich das erstmal kaum für möglich - es sei denn Du möchtest Dich ins Heer der überwiegend illegalen Dumpinglohn- und Schwarzarbeiter einreihen die in den letzten Jahren mehr und mehr vor allem aus osteuropäischen Ländern, speziell Polen und den baltischen Staaten nach Norwegen kommen und oft genug den Sommer über in Norge campieren.
Unmöglich ist vermutlich gar nichts, ob sowas anzustreben ist muss jeder für sich selber wissen.
Grundsätzlich wäre speziell im Sommer ein "Vikariat" machbar, in aller Regel erfordert das aber sowohl brauchbare Sprachkenntnisse und auch eine Vorbereitung hinsichtlich der bürokratischen Hindernisse wäre ratsam, zum Beispiel ist ein norwegisches Bankkonto für die Lohnzahlung in aller Regel einfach notwendig - bar auf Tatze dürfte hier die absolute Ausnahme sein (abgesehen vermutlich von der reinen Schwarzarbeit).
Ich halte die Grundidee nicht für falsch, sie erfordert aber auf jeden Fall einige Vorbereitung und Sondieren auf dem Arbeitsmarkt. Warum es da ausgerechnet die Region um den Polarkreis sein soll kann ich z.B. absolut nicht nachvollziehen - auf jeden Fall ist das nicht gerade der Schwerpunkt der Nachfrage nach Arbeitskräften, sorry...

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Schonmal danke für die ausführliche Antwort.
Aber einzige Qualifikation wäre in dem Falle dann wohl Abi. Und Polarkreis sollte sein, weil es halt teilweise "Urlaub" sein sollte und ich mir in der freien Zeit (Abend, Wochenende) die Region angucken wollte.
Aber dann muss ichd as ganze nochma überdenken. Danke.
MfG, Jan
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Re: Ein Monat in Norwegen

Beitragvon oter » Mo, 09. Okt 2006, 16:59

Und Polarkreis sollte sein, weil es halt teilweise "Urlaub" sein sollte und ich mir in der freien Zeit (Abend, Wochenende) die Region angucken wollte.


:?: :?:
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Re: Ein Monat in Norwegen

Beitragvon Pedro » Mo, 09. Okt 2006, 17:09

@muff
Ich werde dir jetzt auch deine Illusionen nehmen.
Wenn du jetzt ein Zimmermann auf Wanderschaft wärst, oder ein polnischer Beerenpflücker, dann hättest du vielleicht Chancen.
Du kannst natürlich mal im deutschen Arbeitsamt anfragen, aber ich meine, dass 3 Wochen zu kurz sind.
Gruss vom Pedro
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Re: Ein Monat in Norwegen

Beitragvon Alsterix » Mo, 09. Okt 2006, 17:38

Ich wollte muff keineswegs komplett entmutigen, die Grundidee ist ja nicht vollkommen daneben.
Ganz grundsätzlich ist die Kombination von Urlaub und "Klinken putzen" zur Arbeitssuche ja schon sinnvoll -
ob sowas allerdings quasi sofort klappt für einen kurzfristigen Jobb ist halt die Frage. Unmöglich ist das sicher auch nicht, es wird aber wohl auch vom Lohn her schwerlich mit normalen Jobbs mithalten können.
Generell ist es ja eindeutig so dass keineswegs überall derart verzweifelt Arbeitskräfte gesucht werden dass da quasi jeder genommen werden müsste. Erschwerend kommen hier sehr geringe Sprachkenntnisse dazu und dann eben auch noch der Wunsch nach der ganz besonders abgelegenen Region.
Vor allem das letztere habe ich am wenigsten verstanden - Urlaub lässt sich doch (bei günstigerer Anreise und einem erheblich anderen Arbeitsmarkt) auch am Oslofjord oder etwa im Raum Stavanger machen.
Warum das in einem Ort wie Holmestrand oder Halden oder sonst im weiteren Umkreis von Oslo nicht in Frage kommt verstehe ich nicht.
Zumindest die grundsätzlichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt wären da schonmal deutlich günstiger.

Eine mögliche Vorbereitung wäre vielleicht eine Vermittlung über aetat/nav, da gibt`s immerhin eine eigene Abteilung für Sommerjobbs.
Auch da muss man sich aber ranhalten - die besseren Jobbs sind sehr oft schon zum Jahreswechsel fest vergeben :wink:
:arrow: http://www.nav.no

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